Zu dieser speziellen Videokonferenz hatte sich Wladimir Putin nicht aus dem Kreml oder seiner Residenz zuschalten lassen, sondern ausgerechnet aus Sewastopol. Er saß also auf der annektierten Krim, als er mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko eine stärkere Zusammenarbeit vereinbarte und beide eine Abmachung über 28 Punkte unterschrieben. Putins Aufenthaltsort ist deswegen nicht unwichtig, weil Lukaschenko die Krim bisher nicht als Teil Russlands anerkannt hat. Dieses Zeichen der Unterstützung hatte er seinem "Bruder" im Kreml, wie er Putin auch nennt, stets verweigert.
Russland und Belarus:Putin versichert Lukaschenko seine Unterstützung
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Perfekte Harmonie: Die sollte offenbar diese Aufnahme von Alexander Lukaschenko (re.) und Wladimir Putin von ihrem Treffen im Mai demonstrieren. Nun sahen sie sich nur per Videokonferenz.
(Foto: Sergei Ilyin/Sputnik/Kreml/Reuters)Russlands Präsident sagt, sein Land werde dem belarussischen Volk weiterhin helfen. Dafür muss der isolierte Diktator in Minsk dem Freund aus Moskau allerdings die Tür noch weiter öffnen.
Von Silke Bigalke, Moskau
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