Als vor knapp zwei Monaten, am 10. Mai, etwa 30 000 russische Soldaten über die Grenze in die Region Charkiw vordrangen, brach auf ukrainischer Seite Chaos aus. In den ersten Tagen konnte die Ukraine kaum nennenswerten Widerstand organisieren. Obwohl der Angriff lange erwartet worden war, schienen die Ukrainer überrascht gewesen zu sein. Nach zwei Tagen hatten die russischen Invasoren bereits die Ortschaft Wowtschansk, etwa acht Kilometer hinter der Grenze, erreicht. Nach vier Tagen war der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte in der Region Charkiw gefeuert.
Offensive bei Charkiw„Die höchsten russischen Verluste in diesem Krieg“
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In der Region Charkiw weigern sich viele russische Soldaten offenbar weiterzukämpfen. Putins Offensive dort ist gescheitert. Das ist nicht nur taktisch, sondern auch strategisch ein Desaster für den Präsidenten.
Von Sebastian Gierke

Kraftwerke in der Ukraine:Auferstehen aus Ruinen
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