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Ruhrgebiet:Rätsel um Erdoğan-Besuch

Der türkische Präsident hat womöglich geplant, an seine Reise zum G-20-Gipfel noch einen Auftritt anzuschließen.

Von Jan Bielicki, Düsseldorf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat womöglich geplant, an seine Reise zum G-20-Gipfel in Hamburg noch einen Auftritt im Ruhrgebiet anzuschließen. Bei den Westfalenhallen in Dortmund ging eine informelle Anfrage ein, ob dort am 9. Juli - einen Tag nach Ende des Gipfels - eine Veranstaltung mit Erdoğan stattfinden könne, wie ein Sprecher des städtischen Betreiberunternehmens am Mittwoch bestätigte. Allerdings sei die Halle an diesem Tag bereits belegt, sagte der Sprecher. Laut den in Dortmund erscheinenden Ruhr Nachrichten soll ein Event-Unternehmen aus der türkischen Hauptstadt Ankara den Antrag gestellt haben. Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), die zuletzt Wahlkampfreden prominenter Politiker der Regierungspartei AKP in Deutschland organisiert hatte, bestritt derartige Auftrittspläne. Nach einem Bericht der Rheinischen Post gab es Anfragen für Erdoğan-Auftritte in Düsseldorf und Oberhausen, die aber abgelehnt wurden.

© SZ vom 22.06.2017

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