Woran es hapert in der deutschen Rüstungspolitik, lässt sich dieser Tage besonders gut auf einer Weide außerhalb von Kiew beobachten. Unter weißen Zeltdächern sitzen junge Leute an ihren Laptops. Alle paar Hundert Meter testet ein anderes Unternehmen sein neuestes Fluggerät, es herrscht Start-up-Atmosphäre. Plötzlich zischt es, über ein Katapult wird eine Aufklärungsdrohne gestartet. Sie kann 28 Stunden in der Luft bleiben, fliegt bis zu 6000 Meter hoch und 1000 Kilometer weit und liefert gestochen scharfe Bilder, etwa von den Bewegungen russischer Truppen.
Aufrüstung der Bundeswehr700 Milliarden. Für „Altmetall“?
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Kritiker werfen Verteidigungsminister Boris Pistorius vor, zu viel Geld in Panzer, Fregatten oder Kampfflugzeuge zu investieren – und damit in überholte Technik.
Philipp Schulze/dpaNie hatte die Bundeswehr so viel Geld – und nie war die Frage drängender, ob sie es richtig ausgibt. Ein Besuch in der Ukraine zeigt, wie weit Deutschland der modernen Kriegsführung hinterherhinkt.
Von Claus Hulverscheidt, Georg Ismar, Henrike Roßbach und Sina-Maria Schweikle, Berlin, Kiew
