Rostock-Lichtenhagen:Deutschland 1992, drei Tage im August

Unter dem Beifall der Anwohner belagerten Neonazis vor 25 Jahren ein Ausländerheim. Die Flüchtlingszahlen galten als "unerträglich" - und lagen doch unter dem, was die CSU heute als Obergrenze fordert.

Von Heribert Prantl

Die massiven Ausschreitungen begannen im Herbst 1991 in Hoyerswerda - und sie hörten mit der tagelangen Belagerung des Ausländerwohnheims in Rostock-Lichtenhagen Ende August 1992 noch lang nicht auf. In Hoyerswerda waren ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter von Neonazis gejagt und dann von der Polizei aus der Stadt gekarrt, nach Frankfurt verbracht und dann per Flugzeug abgeschoben worden. In Rostock-Lichtenhagen, ein knappes Jahr später, ließ die Polizei die Brandschatzung eines Hochhauses mit vielen vietnamesischen Bewohnern geschehen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Gesundheit
"Gehirne von Menschen mit Übergewicht funktionieren anders"
Braucht die Liebe mehr Distanz, als wir ihr heute geben?
Liebe
Wie wir die Sehnsucht verlernt haben
Melanie Brinkmann; Melanie Brinkmann
Gesundheit
»Das Herpesvirus CMV ist die häufigste infektiöse Ursache für Fehlbildungen bei Kindern«
Geldanlage
Das sind die besten Dividenden-Aktien im Dax
Hauptbahnhof Stuttgart
Überirdisch schön
Zur SZ-Startseite