Erstmals hat sich der Vatikan zu einem mutmaßlich antisemitischen Vorfall durch einen Leibgardisten des Papstes geäußert. „Die Päpstliche Schweizergarde hat eine Meldung über einen Vorfall erhalten, der sich an einem der Eingänge des Vatikans ereignet haben soll und bei dem Elemente festgestellt wurden, die als antisemitisch gedeutet werden könnten“, erklärte Vatikansprecher Matteo Bruni am Montag. Nach einer vorläufigen Rekonstruktion beziehe sich die Meldung auf einen Streit, der im Zusammenhang mit der Bitte um ein Foto an dem betreffenden Wachposten entstanden sein soll. Der Vorfall sei Gegenstand eines Prüfverfahrens, das gemäß den Vorgaben bei Meldungen gegen Mitglieder der Garde eingeleitet worden sei.