Rolf Mützenich hat über atomwaffenfreie Zonen in der internationalen Politik promoviert. Diplomatie, Friedens- und Konfliktforschung bezeichnete der Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag im Frühjahr im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung als „mein Lebensthema“. Nun hat er mit Äußerungen zu der von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unter Einbindung der Ampelfraktionen betriebenen Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland eine neue Kontroverse ausgelöst. Auf „verstärkte Abschreckung und zusätzliche Abstandswaffen“ zu verzichten wäre „nicht nur verantwortungslos, sondern auch naiv“, sagte etwa Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die sich wie Mützenich in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe äußerte.
Neue US-WaffenWie hoch ist das Eskalationspotenzial?
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SPD-Fraktionschef Mützenich liefert sich mit Außenministerin Baerbock ein verbales Fernduell über die Stationierung von US-Raketen in Deutschland. Was sagen Sicherheitsexperten zu dem Thema?
Von Paul-Anton Krüger, Sina-Maria Schweikle, Berlin
