Internationaler StrafgerichtshofRodrigo Duterte fühlt sich zu müde für die Stunde der Anklage

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Angehörige nehmen am Sonntag im philippinischen Manila an einer Mahnwache für die Opfer von Rodrigo Duterte teil. Derweil wartet die Nation auf die Beweisanhörung in Den Haag – der Duterte nicht beiwohnt.
Angehörige nehmen am Sonntag im philippinischen Manila an einer Mahnwache für die Opfer von Rodrigo Duterte teil. Derweil wartet die Nation auf die Beweisanhörung in Den Haag – der Duterte nicht beiwohnt. Ezra Acayan/Getty Images

Sein „Krieg gegen die Drogen“  kostete Tausende Menschen das Leben. Nun soll sich der Ex-Präsident der Philippinen dafür in Den Haag verantworten. Aber reichen die Beweise für einen Prozess?

Von Arne Perras

Immer wieder hat sich der frühere Staatschef der Philippinen, Rodrigo Duterte, mit derben Worten über den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag erhoben, er nannte ihn töricht und dumm, er beleidigte dessen Richter („these motherfuckers“) und schmähte eine drohende Anklage gegen ihn als „Bullshit.“ Doch dann, als er schon nicht mehr im Amt war, kam der tiefe Fall. Dutertes Nachfolger Ferdinand Marcos Jr. ermöglichte, für viele überraschend, die Vollstreckung des internationalen Haftbefehls. Duterte wurde festgesetzt, in einen Jet transferiert und umgehend nach Europa ausgeflogen, wo er am 12. März 2025 landete. Eine Blitzaktion, die der verblüffte Ex-Präsident selbst als „Kidnapping“ bezeichnete.

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