Menschenrechte in den PhilippinenDie Heldin, die weiter gegen Duterte kämpft

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Im Juni 2024 kam Leila de Lima frei, inzwischen hat sie die „Partei für Menschenrechte“ gegründet.
Im Juni 2024 kam Leila de Lima frei, inzwischen hat sie die „Partei für Menschenrechte“ gegründet. David Pfeifer

Menschenrechtsanwältin Leila de Lima war fast sieben Jahre inhaftiert, weil sie den philippinischen Ex-Machthaber bekämpfte. Heute sitzt Duterte in Den Haag in Untersuchungshaft – und sie will ihn auf keinen Fall davonkommen lassen.

Von David Pfeifer, Manila

Sie hat allen verziehen: den Richtern, die gefälschte Anklagen gegen sie zuließen, den Staatsanwälten, die Anhörungen verschleppten, auch den Senatorinnen und Senatoren, die von ihr abrückten. Sogar den gekauften Zeugen, die sie zu Unrecht beschuldigt haben. „Nur Rodrigo Duterte, dem kann ich nicht verzeihen, das habe ich noch nicht in mir“, sagt Leila de Lima, 65, und tupft sich ein bisschen Schweiß von der Oberlippe. Sie sitzt bei 38 Grad im Garten des Familienhauses, der sich über den Tag mit mehr als 500 Besuchern füllen wird.

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