Argentinien:Fressen und gefressen werden

Argentinien: Früher aß jeder Argentinier durchschnittlich rund hundert Kilo Rind im Jahr, jetzt sind viele froh, wenn es ab und zu mal Hähnchen gibt.

Früher aß jeder Argentinier durchschnittlich rund hundert Kilo Rind im Jahr, jetzt sind viele froh, wenn es ab und zu mal Hähnchen gibt.

(Foto: Victor R. Caivano/AP)

Früher aß jeder Argentinier durchschnittlich rund hundert Kilo Rind im Jahr, jetzt sind viele froh, wenn es ab und zu mal Hähnchen gibt. Über ein Land, das sich sein eigenes Fleisch nicht mehr leisten kann.

Von Christoph Gurk, Buenos Aires

Auf halber Strecke fängt Alfonso Bustillo auf einmal an zu pfeifen. Leise nur und immer den gleichen, langgezogenen Ton. Es ist ein Freitag im argentinischen Winter, Wolken jagen über den Himmel. Bustillo stapft über eine seiner Weiden in Cañuelas, Provinz Buenos Aires: Grünes, flaches Land bis zum Horizont, als habe Gott hier ein Billardtuch aufgespannt. Es riecht nach nassem Gras und kalter Erde.

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