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Rheinland-Pfalz:Die Furcht der Roten 

Sigmar Gabriel und Malu Dreyer

Sigmar Gabriel und Malu Dreyer (Archiv Mitte Dezember 2015): Ein banges Gefühl vor dem 13. März

(Foto: dpa)

In Mainz trifft sich heute die SPD-Bundesspitze. Die Sozialdemokraten haben allen Grund zur Sorge, denn Rheinland-Pfalz droht am 13. März verloren zu gehen. Und dann?

Von Susanne Höll

An diesem Montag treffen in Mainz zwei Sozialdemokraten aufeinander, die in politischen Stil- und Sachfragen ziemlich unterschiedlicher Meinung sind. Eines aber eint den Bundesvorsitzenden und Vizekanzler Sigmar Gabriel und Ministerpräsidentin Malu Dreyer in diesen Zeiten - ein banges Gefühl vor dem 13. März. Dann werden in Rheinland-Pfalz, aber auch in Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt neue Landtage gewählt.

Das Ganze ist de facto eine kleine Bundestagswahl, die Aufschluss über die Stimmung der Wähler in der Flüchtlingskrise gibt. Und die SPD hat, anders als die CDU, viel zu verlieren - vor allem an Rhein und Mosel. Dreyer muss damit rechnen, dass ihre Sozialdemokraten nach einem Vierteljahrhundert die Macht abgeben müssen. Eine Fortsetzung von Rot-Grün in Mainz scheint ausgeschlossen zu sein, beide Parteien sind nicht populär genug. Als Wahlhelfer reisen deshalb Gabriel und andere Genossen an, das SPD-Präsidium tagt in Mainz statt in Berlin.

Helfen wird das nicht, schließlich ist die Bundes-SPD mitsamt Gabriel noch unbeliebter als die Dreyer-Truppe. Die Roten am Rhein sagen unverblümt, dass sie sich keinen Rückenwind aus Berlin erwarten und erwecken den Eindruck, dass sie auf Stippvisiten eigentlich ganz gut verzichten können.

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