Reportage:Gestrandet

Lesezeit: 15 min

Die griechische Insel Kos ist zur Weltnachricht geworden. Touristen und Flüchtlinge teilen sich plötzlich dasselbe Revier. Kann man dort noch Urlaub machen - und wenn ja, wie?

Von Christoph Cadenbach

Es ist der vierte Tag ihres Urlaubs, als Elina, 18, und Cedric, 20, ein junges Paar aus dem Schwarzwald, das erste Mal in ihrem Leben einer Weltkrise begegnen. Die beiden schlendern die Uferpromenade am Hafen von Kos entlang, der Hauptstadt der Insel mit gleichem Namen. Elina blickt auf die teuren Segelyachten, die im türkisschimmernden Wasser ankern, auf die historischen Mauern des Johanniter-Kastells Neratzia, das den Hafen von Osten her einschließt. "Boah, ist das abartig schön hier", sagt sie, während ihr Freund Cedric seinen Selfie-Stick in die heiße Mittagsluft hält, um ein Foto zu schießen. Dann biegen sie um eine Ecke an der Nordmauer der Festung und sehen plötzlich die Flüchtlingsfähre aus den Nachrichten.

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