Die Riester-Rente gilt als Debakel. Millionen Bürger zahlten brav ein, die Finanzindustrie kassierte, für viele Rentner bleibt erschreckend wenig übrig. Es war eine SPD-Reform aus der Schröder-Zeit, die bis heute in der Partei nachwirkt: Die Riester-Rente ist vielen Sozialdemokraten ein mahnendes Beispiel, wie man Rentenpolitik nicht machen sollte. Nun will Lars Klingbeil die Riester-Fehler korrigieren. Der Finanzminister und SPD-Parteichef möchte vor allem Menschen mit mittleren und kleinen Einkommen helfen, besser für das Alter zu sparen. Doch Verbraucherschützer, Gewerkschaften und die Opposition warnen: Der SPD drohe bei der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge ein zweites Debakel. Denn auch der neue Ansatz helfe der Finanzindustrie mehr als den Rentnern.
Private AltersvorsorgeTappt die SPD wieder in die Riester-Falle?
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Finanzminister Klingbeil möchte, dass die Menschen bei der Altersvorsorge mehr in Aktien investieren. Doch Verbraucherschützer warnen: Der Gesetzentwurf helfe der Finanzindustrie mehr als den Rentnern.
Von Bastian Brinkmann, Berlin

Walter Riester zur Rentendebatte:„Diese Ideologieschlacht ist eine Katastrophe“
Über das Rentenniveau wird erbittert gestritten. Dabei verstehen selbst viele Politiker nicht, was diese Zahl bedeutet. Der ehemalige Sozialminister Walter Riester kann erklären, was wirklich dahintersteckt.
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