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Religion und Laizismus:Große Kirche, kleiner Staat?

Allgegenwärtig in Europa: das Kruzifix. Wie hier, in einer Seitengasse in Rom.

(Foto: imago stock&people)

In Österreich hängt wie in Bayern in fast jeder Schule ein Kreuz, in Frankreich gilt Religion hingegen als Privatsache. Und wie sieht es anderswo aus? Ein Überblick.

Leila Al-Serori, Florian Hassel, Thomas Kirchner, Oliver Meiler, Nadia Pantel, Christiane Schlötzer

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat mit seinem Plan, ein Kreuz in jedem Amt aufzuhängen, ein großes Medienecho provoziert. Er hat aber auch eine grundlegende, in den vergangenen Jahren wenig beachtete Diskussion zurückgebracht: jene um die Trennung von Kirche und Staat.

Dabei geht es vor allem um die Rolle der katholischen Kirche, die mit 26 Millionen Mitgliedern in Deutschland die größte Religionsgemeinschaft stellt - und ab diesem Mittwoch zum 101. Deutschen Katholikentag in Münster ruft. Ihr Einfluss geht allerdings jährlich zurück, mittlerweile gibt es schon mehr Konfessionslose als Katholiken in Deutschland. Und durch Söders Kreuz-Vorschlag sieht sich die Kirche weniger gestärkt, als vielmehr das religiöse Symbol für Wahlkampfzwecke missbraucht.

Es ist eine Diskussion, die in ähnlicher Form auch immer wieder im Nachbarland Österreich geführt wird. Ganz im Gegenteil zu Frankreich, welches sich rühmt, laizistisch zu sein. Doch was heißt das eigentlich in der Praxis? Und wie sieht das Verhältnis von Kirche und Staat in anderen Ländern aus? Wir haben uns dafür ausgewählte Staaten angesehen: neben Frankreich und Österreich die Nachbarländer Niederlande und Polen sowie Italien - und als großes muslimisches Land mit einer langen laizistischen Tradition auch die Türkei.

© SZ.de/lalse/mcs/fued
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