Regierungstruppen gegen Sunniten19 Tote bei Unruhen im Nordirak

Bei Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und militanten Sunniten im Norden des Irak sind nach Angaben aus Militärkreisen mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen.

Bei Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und militanten Sunniten im Norden des Irak sind nach Angaben aus Militärkreisen mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien zehn Polizisten und neun Extremisten, hieß es.

Begonnen hatten die Kämpfe am Mittwochabend, als sunnitische Kämpfer einige Gebiete im Westen der Stadt Mossul stürmten. Über die Lautsprecher einer Moschee riefen sie die Sunniten in der Stadt auf, sich ihrem Aufstand anzuschließen. Polizei und Armee hätten die Kontrolle über die Stadt am Donnerstag weitgehend zurückgewonnen, hieß es. Eine Polizeiwache sei noch umstellt. Darin sollen sich Extremisten mit fünf Geiseln verschanzt haben.

Die jüngsten Unruhen waren am Dienstag ausgebrochen, als Soldaten ein Protestcamp der Sunniten stürmten. In den folgenden Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und militanten Sunniten starben 30 Menschen.

Tausende Sunniten demonstrieren seit Dezember immer wieder gegen die Zentralregierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki, die von Schiiten geführt wird. Anfang der Woche starben 26 Menschen bei sunnitischen Demonstrationen in der Stadt Hawidscha im Nordirak. Die irakischen Sunniten sehen sich benachteiligt und zu unrecht als Ziel von Einsätzen der Sicherheitskräfte. Die sunnitische Minderheit dominierte das Land während Saddam Husseins Herrschaft.

© Süddeutsche.de/Reuters/webe - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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