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Regierung - Potsdam:Landesregierung will Polizeidienststellen modernisieren

Brandenburg
Katrin Lange (SPD) steht im Landtag von Brandenburg. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) hält den Zustand mancher Polizeigebäude für marode oder zu klein und will Abhilfe schaffen. "Es gibt immer noch Polizeidienststellen, die in einem schlechten Zustand sind. Dort herrschen Arbeitsbedingungen, die 30 Jahre nach der Einheit nicht mehr tragbar und zu rechtfertigen sind", sagte Lange in einem Interview der "Märkischen Allgemeinen" (Montag) aus Potsdam.

"Wir haben außerdem durch Zuwächse beim Personal inzwischen auch zu kleine Dienststellen. Gerade gebaut - schon zu klein." Die Ministerin sieht aber nicht nur Handlungsbedarf für die Unterbringung der Polizei: Zu viele Einrichtungen des Landes seien in keinem guten Zustand, zu viele Mitarbeiter schlecht untergebracht.

Als Beispiele für die Sanierung oder den Neubau von Polizeidienststellen nannte Lange Oranienburg, Wittstock, Falkensee und Cottbus. Derzeit berät die Landesregierung über den Nachtragshaushalt für dieses Jahr und den Haushalt für das kommende Jahr. In ihrem Koalitionsvertrag haben SPD, CDU und Grüne vereinbart, mehr Polizisten einzustellen und die Sachausstattung zu verbessern.

Innenminister Michael Stübgen (CDU) erarbeitet nach eigenen Angaben eine Prioritätenliste. "Die Polizei leistet einen unschätzbar wertvollen Dienst für unser Land", sagte Stübgen auf Anfrage. "Es muss daher eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Polizistinnen und Polizisten angemessene Arbeitsbedingungen vorfinden." Er freue sich, dass die Finanzministerin bereit sei, Geld in die Polizeiinfrastruktur zu investieren.

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