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Regierung - Hannover:Lies informiert sich über Hochwasserschutz

Hildesheim (dpa/lni) - Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat sich an der Innerstetalsperre im Harz über den Hochwasserschutz informiert. Schon vor dem Besuch am Dienstag hatte er angekündigt, dass neue Rückhaltebecken gebaut werden müssten, zudem seien die Talsperren von immenser Bedeutung. "Die Funktionen, möglicherweise auch die Dimension der Talsperren werden wir uns in den nächsten Jahren genau ansehen", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Das Ministerium arbeitet derzeit an einem Wasserversorgungskonzept, um zu ermitteln, wo in Zukunft wie viel Wasser für Verbraucher, Landwirtschaft und Industrie gebraucht werde.

Ein Ergebnis werde im kommenden Jahr erwartet, sagte Lies. "Auf die Folgen des Klimawandels wollen wir uns möglichst gut und nachhaltig vorbereiten", betonte er. "Wichtig ist mir besonders, dass wir mit der wertvollen Ressource Wasser sorgsam und sparsam umgehen."

Die Innerstetalsperre erfüllt mehrere Aufgaben gleichzeitig, die immer mehr in Konkurrenz zueinander stehen, wie Christoph Donner von den Harzwasserwerken erklärte: "Sie dient der Trinkwasserversorgung, bietet Hochwasserschutz, gibt Niedrigwasser für Flüsse ab und versorgt so unter anderem die örtliche Industrie mit wichtigem Kühlwasser." Um Hochwasser abzufangen, müsse sie aber möglichst gering gefüllt sein - während für die Trinkwasserversorgung dagegen eine voll gefüllte Talsperre am besten sei.

Mit einer Länge von 750 Metern ist die Innerstetalsperre der längste Staudamm im Harz. Gebaut wurde sie von 1963 bis 1966. Neben der Nutzung für die Wasserwirtschaft ist sie auch als Naherholungsgebiet und Wassersport-Standort beliebt.