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Rede in Hamburg:Steinmeier ermutigt zu Streit

Angesichts der Aufregung um angebliche Einschränkungen der Meinungsfreiheit hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wieder mehr Streitkultur gefordert. Die Universität solle dabei kein Ort der geistigen Schonung sein, sondern ein Ort der Freiheit aller zum Reden und zum Denken, sagte er am Montag bei der Jahresversammlung der Hochschulrektoren in Hamburg. Der Bundespräsident trat auch Klagen über eine angeblich staatliche Meinungszensur und fehlende Meinungsfreiheit entgegen. "Wer das behauptet, lügt und führt Menschen in die Irre." Deutschland habe kein Problem mit der Meinungsfreiheit, sondern eines mit der Streitkultur. Diese Form der Auseinandersetzung müsse "aufs Neue" gelernt werden. "Und weil die Universität seit Jahrhunderten der Ort ist, an dem eine Gesellschaft das Streiten lernt, so darf gerade die Universität - gerade heute - ihre Streitkultur auf keinen Fall verlernen!"