Deutschland und der RechtsterrorBlutspur durch acht Jahrzehnte

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Demo vor dem Justizzentrum in München am 11. Juli 2018, dem Tag der Urteilsverkündung im Prozess gegen den Nationalsozialistischen Untergrund: Die Demonstranten halten Porträts der Opfer der Verbrechen des NSU hoch. 
Demo vor dem Justizzentrum in München am 11. Juli 2018, dem Tag der Urteilsverkündung im Prozess gegen den Nationalsozialistischen Untergrund: Die Demonstranten halten Porträts der Opfer der Verbrechen des NSU hoch.  Stephan Rumpf

Lange Zeit wurden Attentate von Rechtsextremen verharmlost oder als Einzelfälle abgetan. Die Historikerin Barbara Manthe beleuchtet die Terrortaten in ihrer historischen Dimension – und sieht auch Lichtblicke.

Rezension von Cord Aschenbrenner

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Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Fraktion schäumte: „Von welcher Republik reden Sie? Doch nicht von der Bundesrepublik! Diese Gefahr existiert doch überhaupt nicht!“ Die vorgebliche „Gefahr eines Neofaschismus im Anmarsch“, von der Helmut Kohl im Oktober 1977 im Bundestag sprach, würden die Sozialdemokraten doch nur beschwören, „um von den wahren Verhältnissen abzulenken“ – dem Terrorismus der linken Rote Armee Fraktion (RAF). Kohl bezog sich bei seiner Rede auf einen Brief des SPD-Vorsitzenden Willy Brandt aus dem Sommer 1977 an Bundeskanzler Helmut Schmidt, in dem Brandt vor wachsendem Rechtsradikalismus warnte. Nun war der Zeitpunkt von Brandts Brief – der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war – nicht der allerbeste. Das Jahr 1977 war der Höhepunkt des RAF-Terrors mit politischen Morden an hohen Repräsentanten von Staat und Wirtschaft, er gipfelte in der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer. Terror kam von links, so die ganz überwiegende Wahrnehmung in der Bundesrepublik.

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