Bürgerschaftswahl in Hamburg: Reaktionen"Ein sehr beeindruckendes Wahlergebnis"

Während Olaf Scholz Schwierigkeiten hat, seinen triumphalen Sieg in passende Worte zu kleiden, schüttet SPD-Chef Gabriel Häme aus. Und FDP-Chef Westerwelle kann sich endlich wieder freuen.

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Olaf Scholz, SPD-Spitzenkandidat und künftig Erster Bürgermeister von Hamburg: "Das ist ein sehr, sehr beeindruckendes Wahlergebnis. Viele Bürgerinnen und Bürger haben uns und auch mir ihr Vertrauen geschenkt, das nehme ich sehr ernst. Ihre Erwartungen werden nicht enttäuscht werden. Wir werden das, was wir vor der Wahl gesagt haben, auch hinterher tun."

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Christoph Ahlhaus, noch amtierender Erster Bürgermeister und CDU-Spitzenkandidat: "Diese Stunde ist für die Hamburger CDU schmerzhaft, sie reißt uns in eine Stunde der Ratlosigkeit. Die schwarz-grüne Koalition zu versuchen, war richtig. Falsch war es, zu weitgehende Zugeständnisse an den kleineren Koalitionspartner zu machen, die unsere Wähler nicht nachvollziehen konnten."

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Anja Hajduk, Spitzenkandidatin der Grünen: "Wir haben ein vielleicht ordentliches Ergebnis, aber unser zweites Wahlziel möglicherweise nicht erreicht."

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Katja Suding, FDP-Spitzenkandidatin: "Wir sind froh, dass wir es überhaupt geschafft haben."

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Dora Heyenn, Spitzenkandidatin der Linken: "Wir haben unser Wahlziel erreicht, wieder in die Bürgerschaft einzuziehen. Wir gehen erhobenen Hauptes in die Opposition."

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Sigmar Gabriel, SPD-Chef: "Wir alle wissen, das Ergebnis hat einen Namen, Olaf Scholz. Man kann zu Recht sagen, dass das ein historisches Ergebnis ist, nicht nur für uns, auch für die anderen."

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Kurt Beck (SPD), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz "Es macht Mut, es macht den eigenen Wählern Mut."

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Hermann Gröhe, CDU-Generalsekretär: "Die Flucht der Grünen aus der Verantwortung ist eine schwere Hypothek für jede Vorstellung, dass die Grünen zur Regierungsbeteiligung befähigt sind."

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Philipp Mißfelder, Vorsitzender der Jungen Union: "Schwarz-Grün hat nachträglich eine Quittung erhalten. Die Art und Weise des Koalitionsbruchs in Hamburg war eine Katastrophe. Aber eines bleibt richtig, vor allem auch mit Blick auf die für die Union wegweisende Testwahl in Baden-Württemberg: Die Grünen bleiben der Hauptgegner der Union."

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Guido Westerwelle, FDP-Chef: "Es ist ein klares Signal, dass die Hamburger Liberalen wieder da sind mit Katja Suding an der Spitze. Es zeigt: Wenn die FDP kämpft, entschlossen ist und geschlossen ist, dann gewinnen wir Liberalen die Wahl."

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Christian Lindner, FDP-Generalsekretär: "Die FDP arbeitet. Wir wissen, dass wir in einer gewissen Bewährungsprobe sind. Aber wir können uns wieder Vertrauen erarbeiten."

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Cem Özdemir, Grünen-Chef: "Wir mögen die SPD so sehr, dass wir sie ungern alleine regieren lassen, weil wir wissen, das geht meistens nicht gut."

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Claudia Roth, Grünen-Chefin: "Es ist ordentlich, dass wir zulegen konnten und zweistellig geworden sind. Klar ist, in Hamburg sollte der politische Wechsel passieren. Olaf Scholz konnte das in seiner Person gut darstellen. Die Wahl war sehr Hamburg-spezifisch, das Ergebnis entspricht nicht ganz der bundespolitischen Realität."

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Renate Künast, Grünen-Fraktionschefin: "In Berlin regiert eine lustlose SPD und ein noch lustloserer Regierender Bürgermeister. Da kann sich die Methode Hamburg fortsetzen"

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Klaus Ernst, Linken-Chef: "Das Ergebnis zeigt, dass ein großer Teil der Wähler, trotz des guten Wahlerfolgs für die SPD, ein Korrektiv von Links erwartet."

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Gesine Lötzsch, Linken-Chefin: "Wir sind mit den Themen soziale Gerechtigkeit und Bildung angetreten und das ist bei den Menschen angekommen. Dieses Wahlergebnis gibt den Wahlkämpfern für die nächsten Landtagswahlen Rückenwind."

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Henning Voscherau (SPD), ehemaliger Erster Bürgermeister von Hamburg: "Die letzte absolute Mehrheit, die wir hatten, war meine vor 20 Jahren. Darum bin ich so froh und gehe mit dem Gefühl nach Hause, jetzt den Staffelstab übergeben zu haben - nach einer langen Durststrecke."

© sueddeutsche.de/Reuters/dpa/dpad/AFP/woja - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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