Reaktionen nach Anschlag bei Konzert von Ariana Grande "Manchester, ich bin bei Euch"

Musiker und Politiker aus aller Welt reagieren mit Bestürzung auf die Explosion mit mindestens 22 Toten bei einem Konzert der Sängerin Ariana Grande. Der britische Wahlkampf wird unterbrochen.

Nach der Explosion am Ende eines Konzerts der US-amerikanischen Sängerin Ariana Grande in Manchester, bei der mindestens 22 Menschen getötet und etwa 50 verletzt wurden, zeigen sich Politiker und zahlreiche Musiker aus aller Welt bestürzt.

Die britische Premierministerin Theresa May sagte in der Nacht, man sei dabei, alle Einzelheiten dessen, was von der Polizei als "entsetzlicher Terroranschlag" behandelt werde, aufzuarbeiten. "All unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Familien von allen, die betroffen sind." Ihre Wahlkampftermine sagt sie ab.

Der Vorsitzende der Labour-Partei, Jeremy Corbyn, machte seine Anteilnahme über Twitter publik: "Schrecklicher Vorfall in Manchester. Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen und bei unseren großartigen Rettungsdiensten."

Andy Burnham, Bürgermeister von Manchester, äußerte sich am Morgen: "Wir trauern, aber wir sind stark." Der Chef der Stadtverwaltung, Sir Richard Leese, sagte: "Manchester ist eine stolze, starke Stadt, und wir werden Terroristen nicht erlauben, ihr Ziel zu erreichen, Angst zu säen und uns zu spalten." Es sei schwierig, sich eine schlimmere Nacht in der Geschichte der Stadt vorzustellen, sagte er dem Sender BBC Radio 4. "Als Stadt, als Gemeinschaft, werden wir weiter zusammenhalten und werden nicht erlauben, dass wir besiegt werden."

Reaktionen aus dem Ausland

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich am Dienstagvormittag entsetzt über den Anschlag. "Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen", erklärte sie in Berlin. Der mutmaßliche terroristische Anschlag werde nur die Entschlossenheit stärken, "weiter gemeinsam mit unseren britischen Freunden gegen diejenigen vorzugehen, die solche menschenverachtenden Taten planen und ausführen". Den Menschen in Großbritannien versicherte sie: "Deutschland steht an Ihrer Seite."

Auch Außenminister Sigmar Gabriel hat sich geäußert. "Entsetzliche Nachrichten aus Manchester!", schrieb der SPD-Politiker auf Twitter. "Unsere Gedanken sind jetzt bei unseren britischen Freundinnen und Freunden. United we stand."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: "Die Nachrichten über das mörderische Attentat in Manchester erschüttern mich. In Gedanken bin ich bei den Opfern und Verletzten und auch bei denen, die um einen nahen Menschen trauern oder fürchten. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl. Wir sind dem britischen Volk in diesem tragischen Moment besonders verbunden."

US-Präsident Donald Trump hat die Verantwortlichen hinter dem Anschlag als "böse Verlierer" bezeichnet. Bei dem mutmaßlichen Selbstmordanschlag sei Jagd auf "unschuldige Kinder" gemacht worden, sagte Trump in Bethlehem,

Solidarität kam auch aus Paris, wo am 13. November 2015 Terroristen 130 Menschen ermordeten, die meisten davon bei einem Rockkonzert. "Heute steht Paris an der Seite Manchesters", schrieb die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, auf Twitter. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien."

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drückt den Briten nach dem Anschlag von Manchester sein Mitgefühl aus. Die Regierung in Paris werde im Kampf gegen den Terrorismus weiter mit den Briten zusammenarbeiten, heißt es in einer Stellungnahme. Macron will zudem mit Premierministern Theresa May wegen des Anschlags telefonieren.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach dem Anschlag die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Großbritannien im Kampf gegen den Terror betont. "Wir verurteilen dieses zynische, unmenschliche Verbrechen scharf", hieß es dem Kreml zufolge in einem Schreiben an die britische Premierministerin Theresa May. "Wir rechnen damit, dass die Drahtzieher einer angemessenen Strafe nicht entkommen werden."

Musiker drücken Anteilnahme aus

Ariana Grande selbst setzte nach mehreren Stunden ebenfalls einen Tweet ab. "Am Boden zerstört. Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte." Die 23-Jährige blieb bei der Explosion unverletzt.

Die Sängerin Pink schrieb: "Meine Gedanken und Gebete sind mit den Leuten in Manchester, jedem, der betroffen ist, Ariana Grande und der gesamten Crew. Herzzerreißend."

Ihre US-Kollegin Katy Perry schrieb: "Ich bete für jeden in Ariana Grandes Show."

Die kanadische Sängerin Céline Dion sandte diese Botschaft: "Manchester, ich bin bei Euch. All meine Liebe."

Der amerikanische Popstar Justin Timberlake drückte ebenfalls seine Anteilnahme aus: "Meine Gedanken und Gebete sind mit allen, die von diesem schrecklichen Vorfall in Manchester betroffen sind. Wir müssen besser werden. Wir müssen UNS LIEBEN."

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