Prantls Blick:Ideologische Schleppnetzfahndung

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Prantls Blick: Eine Generation unter Verdacht: Betroffene des Radikalenerlasses protestieren 1976 in Straßburg gegen die Berufsverbote in der Bundesrepublik.

Eine Generation unter Verdacht: Betroffene des Radikalenerlasses protestieren 1976 in Straßburg gegen die Berufsverbote in der Bundesrepublik.

(Foto: Klaus Rose/imago)

Der 50. Jahrestag des Radikalenerlasses ist folgenlos vorbeigegangen. Er bedarf noch intensiver Nachbereitung.

Von Heribert Prantl

Es war ein anrüchiges Jubiläum. Vor ein paar Monaten, im Januar 2022, wurde der Radikalenerlass fünfzig Jahre alt. Jubiläen brauchen üblicherweise lange Vorbereitung. Dieses Jubiläum braucht eine intensive Nachbereitung. Warum? Weil die Betroffenen immer noch nicht rehabilitiert sind. Weil die Betroffenen immer noch nicht entschädigt worden sind. Weil es auch noch keine deutschlandweite kollektive staatliche Entschuldigung gibt für ein kollektives Unrecht, das der Staat begangen hat. Und weil schon wieder, zum Beispiel in Brandenburg, an neuen Radikalenerlassen gearbeitet wird.

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