Quote "Westdeutsche Dominanz"

Thomas Krüger, Naika Foroutan, Thomas Oberender, Petra Köpping und Holger Beeck (von links).

(Foto: dpa)

Null Prozent Ostdeutsche in Merkels geplantem Kabinett, fünf Prozent in Spitzenposten der öffentlichen Verwaltung: Intellektuelle kritisieren die ungerechte Personalpolitik.

Von Stefan Braun, Berlin

Manche finden es nicht schlimm; andere lesen es als gefährliches Signal: Im Kabinett der neuen großen Koalition wird es, so sie zustande kommt, aller Voraussicht nach niemanden mit migrantischen Wurzeln und allenfalls eine Ministerin aus Ostdeutschland geben. Die Kanzlerin ficht das nicht an; andere kritisieren die fehlende Repräsentanz - und warnen vor Konflikten.

Die SZ hat mit fünf Intellektuellen, Politikern, Unternehmensführern gesprochen, vier von ihnen haben ihre Wurzeln im Osten. Und alle beklagen eine westdeutsche Hegemonie, die bei Ostdeutschen und ...