Süddeutsche Zeitung

Querdenken:Von Stuttgart bis auf die Treppen des Reichstagsgebäudes

Bei der Querdenken-Bewegung laufen schon länger Extremisten mit. Eine Chronologie der Demonstrationen gegen die Corona-Politik.

Von Julia Hippert und Philipp Saul

Seit Beginn der Corona-Krise haben die Organisatoren von Querdenken bundesweit Zehntausende Menschen mobilisiert. Immer wieder gehen sie auf die Straße, um gegen die Corona-Politik der Bundesregierung zu protestieren. Immer wieder verstoßen sie dabei gegen Versammlungsauflagen wie die Gebote zum Masketragen oder Abstandhalten. Und immer wieder gibt es rechtsextreme Äußerungen, Verschwörungsmythen und Gewalt gegen Journalisten und Polizisten.

Nun werden Teile der Bewegung vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet. Bei den Demonstrationen sei teilweise eine wachsende Gewaltbereitschaft zu beobachten, sagt Innenminister Horst Seehofer. Rechtsextremisten versuchten, sich der Bewegung zu bemächtigen. Für die Entscheidung, die Bewegung zu beobachten, hat der Verfassungsschutz lange gebraucht. Schon vor Monaten waren extremistische Tendenzen sichtbar. Eine Chronologie der Corona-Demonstrationen.

Korrekturhinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war zu lesen, dass am 10. April 2020 Tausende Menschen zu einer Querdenken-Demonstration nach Stuttgart gekommen seien. Das ist nicht korrekt. Die erste Querdenken-Demonstration fand erst am 18. April 2020 statt und hatte Medienberichten zufolge etwa 50 Teilnehmer. Das Bundesverfassungsgericht hat kurz zuvor zu dieser Demonstration geurteilt und nicht wie von uns geschrieben zu der Demonstration am 25. April.

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