Daria Bojarskaja muss eine außergewöhnliche Frau sein. Sie studierte Sprachwissenschaft in Kaliningrad und war dort die Beste und Klügste von allen, wie eine Lehrerin der russischen Zeitung Komsomolskaja Prawda erzählte. Und während es ihre Kommilitonen in die Privatwirtschaft zog, arbeitete Bojarskaja für das russische Außenministerium. Als Dolmetscherin fiel sie dort auch Wladimir Putins Lieblingszeitung auf. An dem Tag nämlich, als der russische Präsident beim G-20-Gipfel 2019 in Osaka Donald Trump traf. Bojarskaja saß direkt neben Putin und übersetzte für ihn.
OSZEPutins frühere Dolmetscherin ist jetzt Wahlbeobachterin in Ungarn
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Daria Bojarskaja genoss das Vertrauen Wladimir Putins – jetzt soll sie in Ungarn für die OSZE prüfen, ob bei der Parlamentswahl am 12. April alles mit rechten Dingen zugeht. Die Personalie löst Entsetzen aus.
Von Nicolas Freund und Verena Mayer, Zürich/ Wien
