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Fall Leipzig: Der russische Präsident Wladimir Putin wirft der Bundesregierung vor, mit der Schuldzuweisung an Moskau einen „schweren Fehler“ zu machen.
Fall Leipzig: Der russische Präsident Wladimir Putin wirft der Bundesregierung vor, mit der Schuldzuweisung an Moskau einen „schweren Fehler“ zu machen.
Kristina Solovyova/AP/dpa

SZ am Morgen.

Von Henrike Roßbach

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Nun ist es raus, nach wochenlangen Ermittlungen: Die Bundesregierung beschuldigt Russland, hinter dem Sprengdrohnen-Anschlag am Flughafen Leipzig zu stecken. Der Sprengstoff, die Bauteile, die Technik, all das sei „aus anderen Operationen Russlands bekannt“, teilten der Außen- und der Innenminister am Dienstag mit. Verkündet wurden auch die politischen Konsequenzen: Das russische Generalkonsulat in Bonn wird geschlossen, der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt, der russische Botschafter einbestellt, die Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige werden verschärft. Die Reaktion aus Russland kam prompt. Putin nannte das Vorgehen einen schweren Fehler, die Beweise seien gefälscht.

Neben dem Blick nach Russland ist für den Kanzler derzeit vor allem der Blick nach Sachsen-Anhalt von Bedeutung. Dort wird am Sonntag gewählt, und neben der Frage, ob die in dem Land als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD die absolute Mehrheit erringt, steht auch jene nach der Brandmauer zwischen CDU und AfD im Zentrum. „Es gibt zu den Wählerinnen und Wählern in Sachsen-Anhalt keine Brandmauer, ich möchte diese Wählerinnen und Wähler gewinnen“, hat Friedrich Merz diese Woche bei einem Auftritt in Sachsen-Anhalt gesagt. Wie es ansonsten um den Zustand dieses besonderen Gemäuers bestellt ist, hat mein Kollege Robert Roßmann aufgeschrieben.

Zur Brandmauer hat übrigens auch Sahra Wagenknecht eine Meinung, und zwar, dass sie eine „Idiotie“ sei. Mein Kollege Christian Zaschke hat die BSW-Gründerin im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt beobachtet, unter anderem auf dem „Festival der Meinungsfreiheit“ in Magdeburg. Wenn Sie etwas lernen wollen über die „Verfasstheit dieser in Teilen immer noch rätselhaften Partei und ihrer nicht minder rätselhaften Namenspatronin“, empfehle ich Ihnen seine Reportage.

Was heute wichtig ist

Leipzig: Putin wirft Deutschland Beweisfälschung vor. Mit den Vorwürfen gegen Russland bezüglich des Sprengstoffanschlags versuche die Bundesregierung, von den sinkenden Umfragewerten des Bundeskanzlers abzulenken, sagt der russische Präsident Wladimir Putin. Vorgelegte Beweise bezeichnet er als „gefälscht“. Zum Bundespolitik-Liveblog

  • Drohnenattacke von Leipzig: Die Grauzone zwischen Krieg und Frieden wird größer
  • Rechtsprofessor zu hybriden Angriffen: „Die Vorschriften sind zum großen Teil veraltet“

Deutsche Marine testet erfolgreich weitreichende Rakete. „Marinegeschichte“ sei geschrieben worden, so Inspekteur Jan Christian Kaack. Der Test des israelischen Raketensystems „Lora“ hatte auch die Abschreckung Russlands zum Ziel. Zum Artikel

Streit um Transmenschen im Militär: Trump zieht vor Supreme Court. Ob der Oberste Gerichtshof der USA den Fall annimmt, ist noch nicht klar. Der US-Präsident hatte 2025 angeordnet, dass Transpersonen weitestgehend vom Militärdienst ausgeschlossen werden sollen. Zum USA-Liveblog

Rüdiger macht Schluss im DFB-Trikot. Antonio Rüdiger beendet seine Länderspielkarriere. Der einstige Abwehrchef geht ohne großen Titel. Rüdiger ist nach Rekordtorwart Manuel Neuer der zweite Nationalspieler, der nach der WM in Amerika seine DFB-Karriere beendet. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen

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Digitalwende: KI-Sicherheitsinstitut: BMDS hält weitere Standorte offen. Die Bundesregierung hält sich derzeit offen, weitere Standorte des nationalen KI-Sicherheitsinstituts zu eröffnen. Noch immer ist unklar, wie das Institut konkret aussehen soll. Auch wichtig: Technologie-Ethiker Tristan Harris spricht im Interview mit SZ Dossier über den Umgang mit KI. Zum Briefing

Geoökonomie: Trumps Jagd auf Zollbetrug trifft auch Deutschland. Das Weiße Haus will chinesische Waren aufspüren, die über Drittländer in die USA gelangen. Doch dabei geraten auch legale Lieferketten deutscher Unternehmen unter Verdacht – etwa, wenn sie chinesische Vorprodukte in Europa verarbeiten. Unter dem Schlagwort des „Umladungs-Betrugs“ weitet Trump den Handelskonflikt mit China auf Europa aus. Zum Briefing

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