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Putin mit Hitler und Stalin gleichgesetzt:Tadel aus CDU-Spitze für Steinbachs Diktatoren-Vergleich

Erika Steinbach

Die Präsidentin des Bunds der Vertriebenen, Erika Steinbach, provoziert häufiger.

(Foto: dpa)

Erika Steinbach provoziert mal wieder: Auf Twitter vergleicht die Vertriebenen-Chefin Russlands Präsidenten Putin mit den Diktatoren Hitler und Stalin. Dafür kassiert sie einen Tadel aus ihrer CDU - ebenfalls per Twitter.

Erika Steinbach hat via Twitter den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit den Diktatoren Adolf Hitler und Josef Stalin verglichen - und erntet dafür Kritik aus ihrer eigenen Partei erhalten. Armin Laschet. Vorsitzender des mächtigsten CDU-Landesverbandes in Nordrhein-Westfalen, rüffelt Steinbach ebenfalls in einem Tweet. Laschet, der auch stellvertretender Vorsitzender der Bundes-CDU ist, warnte davor, die Nazi-Diktator Hitler und Sowjet-Machthaber Stalin zu verharmlosen.

Der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen und Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist schon früher vorgeworfen worden, die Verbrechen der Nationalsozialisten zu verharmlosen. Zuletzt sorgte sie 2012 mit einer Twitter-Nachricht für Irritationen, als sie die NSDAP wegen des Wortes "sozialistisch" im Namen als linke Partei bezeichnete.

Grüne Jugend fordert Rücktritt

Als Reaktion auf ihren jüngsten Tweet, in dem Steinbach unter eine Collage der Köpfe Hitlers, Stalins und Putins schrieb: "Eines Geistes Kind. Völkerrecht und Menschenrechte gelten den Dreien gleichermaßen nichts!", forderte die Grüne Jugend den Rücktritt Steinbachs von ihren Ämtern in der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion. Steinbach gehört auch dem Unions-Fraktionsvorstand an.

Felix Banaszak, Bundessprecher der Grünen Jugend, bezeichnete den Tweet als "einen neuen Höhepunkt der Geschmacklosigkeit" und warf Steinbach Geschichtsrevisionismus vor. Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck - mit Steinbach in inniger Gegnerschaft verbunden - betonte bei Twitter, die CDU-Politikerin habe eine Gleichsetzung und keinen Vergleich angestellt.

© SZ.de/joba/odg
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