Sozialpsychologie:Warum Menschen mit dem Alter konservativer werden

Landtagswahl in Bayern - Feature

Ältere sind stärker als Jüngere auf soziale Akzeptanz angewiesen: Ein Mann betritt ein Wahllokal zur Landtagswahl im bayrischen Schwangau.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Vom sozialrevolutionären Jugendlichen zum gesättigten Bürgerlichen? Viele Menschen zeigen sich mit zunehmendem Alter weniger offen für Veränderungen - und wählen eher konservative Parteien. Was dahinterstecken kann.

Von Werner Bartens

Das Zitat ist gut abgehangen und wird wahlweise Churchill oder Clemenceau zugeschrieben: "Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 40 noch Kommunist ist, hat keinen Verstand." Demnach scheint es von geradezu biografischer Zwangsläufigkeit zu sein, dass sich aus dem sozialrevolutionären Heißsporn im jungen Erwachsenenalter schon bald ein gesättigter Bürgerlicher entwickelt, der nur einen Wunsch hat: dass alles so bleiben möge, wie es ist. Wartet nur, so die Botschaft, und mit dem Alter und ein bisschen Erfahrung erlahmen alle umstürzlerischen Umtriebe, und man arrangiert sich mit den herrschenden Verhältnissen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Joachim Sauer
Der Kanzlerin-Gatte, der nie einer sein wollte
alles liebe
Psychologie
"Paare sind glücklicher, je mehr Übereinstimmungen es gibt"
Anna Wilken
Kinderwunsch
"Da schwingt immer mit: Ich bin selbst schuld"
Merkel besucht Siemens in Amberg
16 Jahre Kanzlerin
Was Angela Merkel erreicht hat - und was nicht
Side view of brother and sister in pink outfits strangle each other while fighting near sofa at home Copyright: xGalaxMa
Familie
Genderneutral erziehen - aber wie?
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB