Prozess gegen NSU-Terrorzelle:Pressesprecherin ohne nähere Informationen

Lesezeit: 4 min

Die Fragen kamen Schlag auf Schlag:

Kennen Sie schon die neuen Vorschriften des Akkreditierungsverfahrens?

Nötzel: Nein. Ich teile sie Ihnen mit, sobald ich sie habe.

Spricht Herr Götzl mit Ihnen?

Nötzel: Ja, durchaus.

Hat er erklärt, warum er so entschieden hat?

Nötzel: Nein. Er hat mir seine Entscheidung geschickt. Und telefonisch angekündigt, dass da was kommt.

Wird über einen neuen Saal für den Prozess nachgedacht?

Nötzel: Das kann ich nicht sagen.

Wird über eine Videoübertragung nachgedacht?

Nötzel: Darüber hat der Senat nichts gesagt.

Warum kommt Herr Götzl nicht selbst?

Nötzel: Es ist nicht Aufgabe des Vorsitzenden Richters, sich gegenüber den Medien zu äußern.

Mit wem berät sich Herr Götzl, außer mit sich selbst?

Nötzel: Dazu sage ich nichts, und das geht mich nichts an.

Ist dem Gericht bewusst, dass es den Imageschaden des OLG München noch vergrößert?

Nötzel: Dazu sage ich nichts.

Wissen die Nebenkläger Bescheid?

Nötzel: Eigentlich müssten die Nebenkläger informiert sein.

Bleiben die Nebenkläger auf ihren Kosten sitzen?

Nötzel: Das überlasse ich Ihrer Interpretation.

Ende der Befragung. Näheres war nicht zu erfahren, da weder Richter Götzl noch Karl Huber, der Präsident des Oberlandesgerichts, sich in der Öffentlichkeit äußern wollten.

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