SZ am Morgen Nachrichten des Tages – die Übersicht für Eilige

Lesezeit: 3 Min.

Wladimir Putin: Gedenken an Stalins Opfer kann gefährlich werden.
Wladimir Putin: Gedenken an Stalins Opfer kann gefährlich werden.
Gavriil Grigorov/IMAGO/ZUMA Press

SZ am Morgen

Von Katharina Riehl

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Sommerferien sind für Redaktionen eine herausfordernde Zeit, weil entweder gar nichts los ist – oder zu viel. Wenn sich das sprichwörtliche Sommerloch auftut, ist es nicht immer leicht, trotzdem spannende Geschichten für die Webseite und die Zeitung zu finden. Und wenn dann doch etwas passiert, sind oft die zuständigen und fachkundigen Korrespondenten und Autorinnen im Urlaub und man muss improvisieren.

Um unseren Leserinnen und Lesern unabhängig vom Sommerloch auch in diesem August möglichst interessanten Lesestoff zu bieten, haben wir uns eine SZ-Serie ausgedacht, die sich mit den anstehenden Sozialreformen beschäftigt. Ein Team von Autorinnen und Autoren widmet sich darin von Rente über Steuern bis Gesundheit allen großen Problemfeldern, die die Regierung Merz aktuell beschäftigen. Die Texte beschreiben die Probleme nicht nur, sondern analysieren auch sehr konkret, welche Reformideen aktuell diskutiert werden und welche Folgen diese für den Einzelnen hätten: Wer würde profitieren und wer nicht? In der heutigen Folge geht es um die Frage, wer sich in Deutschland künftig noch eine Wohnung leisten kann.

Der Sommer ist natürlich auch immer die Zeit für Geschichten, die es in sogenannten nachrichtenstarken Zeiten vielleicht schwerer hätten. Eine solche hat unsere Russland-Korrespondentin Silke Bigalke aufgeschrieben, sie handelt von Wladimir Putin und dem Versuch, die Erinnerung auszulöschen. Denn während in Putins Russland immer neue Statuen von Stalin enthüllt werden, verschwinden immer mehr Denkmäler für Stalins Opfer. Wer an die Verfolgten von damals erinnert, muss vorsichtig sein.

Zum Schluss noch ein Hörtipp: Lea Sahay und Gregor Scheu berichten für die SZ aus Peking, seit einiger Zeit auch in Form eines gemeinsamen Podcasts. In „China und wir“ erzählen die beiden Geschichten aus dem Alltag der neuen Supermacht – extrem kundig und sehr unterhaltsam.

Was heute wichtig ist

Prozess: 29 Bundesstaaten werfen Meta vor, Jugendliche abhängig zu machen. In Kalifornien hat der Milliardenprozess gegen den Betreiber von Facebook und Instagram begonnen. Die Kläger werfen dem Konzern vor, besonders Kindern schwer zu schaden. Es geht um die Zukunft der sozialen Netzwerke. Zum Artikel

  • MEINUNG Soziale Medien: Die Argumente der Techkonzerne erinnern frappierend an die der Tabaklobby
  • Altersgrenze: Social-Media-Sucht: Sie scrollen, bis sie nicht mehr können

Musiala macht „neurologische Dysfunktion“ öffentlich. Fußballprofi Jamal Musiala ist zwei Mal innerhalb weniger Tage auf dem Spielfeld zusammengesackt. Danach erklärte Musiala, dass bei ihm eine „neurologische Dysfunktion“ festgestellt worden sei, die zu „Absencen“ führe. Es gehe ihm aber gut. Die Spieler des FC Bayern wussten offenbar schon länger Bescheid. Zum Artikel

EXKLUSIV Riskante Investitionen: Pensionskassen und Kirchen verloren Millionen in Immobilienfonds. Nicht nur Krankenkassen und kassenärztliche Vereinigungen, mutmaßlich auch rund 50 Pensionskassen, Sterbekassen, Kirchenkreise und ein Bistum hatten Geld ihrer Mitglieder in einem riskanten Immobilienfonds angelegt. Das zeigen Recherchen von SZ, NDR und WDR. Einem Insider zufolge dürften die Verluste bei etwa 400 Millionen Euro liegen. Zum Artikel

Innenminister Dobrindt: „Das ist der Schattenkrieg des 21. Jahrhunderts“. Der Vorfall am Leipziger Flughafen ist allen hier in lebhafter Erinnerung: Innenminister Dobrindt eröffnet in Cochstedt in Sachsen-Anhalt ein Zentrum für Drohnenforschung. So sollen neue Technologien möglichst schnell zum Einsatz kommen. Zum Artikel

Trump pausiert Zölle gegen Kanada und will dafür Öl-Pipeline. Eigentlich hätten ab Mittwoch Zusatzzölle in Höhe von 50 Prozent auf diverse kanadische Produkte gelten sollen. Doch Trump gewährt den Kanadiern drei Tage Aufschub – und erhofft sich einen Öl-Deal. Zum Liveblog zur US-Politik

Äußerungen von Ben-Gvir: Vizekanzler Klingbeil fordert Konsequenzen. 30 bis 40 Menschen sollten jede Nacht in Gaza umgebracht werden, sagt Israels Sicherheitsminister Ben-Gvir. „Das sind Äußerungen, die wir als Bundesregierung in keinster Weise akzeptieren können“, sagte SPD-Chef Klingbeil. Auf europäischer Ebene müssten jetzt „sehr ernsthaft“ Sanktionen geprüft werden. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen

Die Fachbriefings von SZ Dossier Dossier – mit SZ Pro-Abo

Digitalwende: Souveräne KI-Agenten aus Berlin. Der europäische AI Act sei „fast schon wie eine Konstruktionsanleitung für ein zuverlässiges KI-Modell“, sagte Milos Rusic von Deepset im Gespräch mit SZ Dossier. Das deutsche Unternehmen hat eine Methode für souveräne KI-Agenten entwickelt – und baut diese auch für Behörden. Auch wichtig: Deutsche fühlen sich in ihrem Beruf sicher vor KI. Zum Briefing

Dossier Geoökonomie: China schwächelt, deutsche Autobauer leiden mit. Zwei Jahrzehnte lang war China die Cashcow der deutschen Autobauer. Heute ist der größte Automarkt der Welt für Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz zur größten Bürde geworden. Denn die Krise trifft sie nicht nur über sinkende Absätze und Margen in der Volksrepublik. Sie beschleunigt auch den Exportdruck chinesischer Rivalen nach Europa. Zum Briefing

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