Proteste in der Türkei:Die besten Links zu #occupygezi

Hintergrund-Links zum Thema:

  • "Ein Baum stirbt, eine Nation steht auf": Die internationale Bürgermedien-Plattform Global Voices hat Tweets und Meinungen zur Situation in Istanbul gesammelt.
  • "Wie demokratisch ist die Türkei?", fragt das US-Magazin Foreignpolicy.com. "Die Türkei ist im Prinzip ein Ein-Parteien-Staat geworden", urteilen die Autoren. Die Wut der Demonstranten richte sich gegen "den Kumpanen-Kapitalismus, die Arroganz der Macht und die Intransparenz der AKP-Maschinerie." Details zu den umstrittenen Bauprojekten in Istanbul finden sich ebenfalls bei Foreignpolicy.com.
  • "Die Demonstrationen sind ein Reifezeugnis für die Türken. Sie haben ihrer eigenen Regierung die Grenzen aufgezeigt." Dieses und andere Zitate aus deutschen Zeitungskommentaren finden sich in der Presseschau des Deutschlandfunks.
  • Fehlende Transparenz beim Friedensprozess mit den Kurden, die gefühlten Einschränkungen durch Gesetze wie das Alkoholverbot und die Frage nach der weiteren Entwicklung der AKP: Diese drei Faktoren sind nach Meinung des türkischen Journalisten Yavuz Baydar entscheidend für die aktuellen Proteste. Baydar hat seine Argumente ausführlich im Guardian aufgeschrieben.
  • Bereits mehr als 1200 Kommentare hat ein Blogeintrag, der die Situation in Istanbul aus Sicht der Demonstranten schildert. Dort heißt es etwas pathetisch: "Sie kamen aus verschiedenen Milieus, haben unterschiedliche Ideologien und Religionen. Sie versammelten sich, um die Zerstörung von etwas größerem als dem Park zu verhindern: dem Recht, als ehrenwerte Bürger dieses Landes zu leben."
  • "Die Proteste zeigen, dass die türkische Demokratie erwachsen wird und die Zivilgesellschaft inzwischen dort verwurzelt ist", analysiert der Economist, der auf die Hintergründe der Demonstrationen eingeht.
  • Elif Batuman, Korrespondentin des New Yorker, beschrieb bereits am Samstag ihre Erlebnisse in Istanbul. Weil Batuman eine Kennerin der örtlichen Ultra-Szene ist, sind vor allem die Passagen über die Rolle der Fußballanhänger bei den Protesten lesenswert." Der Widerstand hat die Anführer (der Ultra-Gruppen; Anm. d. Red.) von Galatasaray und Fenerbahçe dazu gebracht, sich zu verbünden", zitiert sie ein führendes Mitglied einer Fenerbahçe-Ultra-Gruppe.
  • Das Magazin Vice berichtet gewohnt subjektiv von den Protesttagen in Istanbul.
  • Inzwischen gibt es zahlreiche Interviews zu den Protesten. "Die türkische Polizei ist nicht geschult darin, deeskalierend zu wirken", sagt Vasif Kortun, Direktor des Kultur- und Forschungsinstituts SALT in Istanbul, im Gespräch mit Zeit Online. Er erklärt den zunehmend autoritären Kurs der AKP-Regierung. Der Alltagsreporter hat eine Aktivistin interviewt, auch auf Youtube finden sich solche Gespräche, unter anderem von Sympathisanten oder der BBC.
  • Die meistbenutzten Hashtags sind #occupyturkey, #occupygezi, #direngeziparki und #direnankara. Es gibt auch eine Twitter-Liste mit englischsprachigen Quellen zu den Vorgängen in der Türkei. Storyful hat eine Playlist mit Youtube-Videos der Proteste erstellt.
  • Eine interaktive Karte zeigt, wo in Istanbul Demonstrationen stattfinden oder Straßensperren errichtet wurden.
© Süddeutsche.de/mit dpa/beitz/bavo/kjan
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB