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Proteste in Ägypten:Gespannte Stimmung am Freitag des Zorns

Gespannte Stimmung am Tag des Zorns: An diesem Freitag will die Opposition erneut auf die Straßen gehen - Regierungschef Hosni Mubarak hat deshalb die Internetverbindungen sperren lassen. Der Opposition gelingt die Mobilisierung dennoch.

20 Bilder

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Quelle: AFP

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Gespannte Stimmung am Tag des Zorns: An diesem Freitag will die Opposition erneut auf die Straßen gehen - Regierungschef Hosni Mubarak hat deshalb die Internetverbindungen sperren lassen. Der Opposition gelingt die Mobilisierung dennoch.

Eine wütende Demonstrantin in Kairo: Für diesen Freitag mobilisiert die Opposition erneut ihre Anhänger zu Massenkundgebungen. Mehrere Gruppen fordern die Bürger auf, nach dem Freitagsgebet von den Moschee aus loszumarschieren. Auch Christen sollten nach dem Kirchgang auf die Straße gehen.

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Quelle: AP

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In der Nacht auf Freitag war es erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Mit aller Härte versucht die ägyptische Regierung, neue Massenproteste zu unterbinden:

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Quelle: AP

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Kurz vor den geplanten Großkundgebungen an diesem Freitag wurden in weiten Teilen des Landes die Internetverbindungen unterbrochen, Sicherheitskräfte nahmen zahlreiche Oppositionelle fest.

Anti-government protesters clash with riot police near burning tyres placed as a barricade during clashes in Cairo

Quelle: REUTERS

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Zu massiven Protesten war es auch in der Nacht auf Donnerstag gekommen: Trotz der von der Regierung verhängten Ausgangssperre sind erneut Tausende Menschen in Kairo, Suez und anderen Städten auch in der Nacht auf Donnerstag wieder auf die Straße gegangen.

People attempt to enter the hospital grounds to retrieve his body in the port city in Suez

Quelle: REUTERS

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Zu chaotischen Szenen kam es am Donnerstagmorgen in der ägyptischen Hafenstadt Suez: Demonstranten zündeten eine Polizeiwache an. Wie ein Zeuge der Nachrichtenagentur Reuters berichtete, sei das Gebäude mit Molotow-Cocktails angegriffen worden. Die Beamten hätten die Flucht ergriffen. Dutzende Menschen forderten zudem die Freilassung ihrer bei Demonstrationen festgenommenen Verwandten.

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Auch in der Innenstadt von Kairo sind in der Nacht auf Donnerstag wütende Menschen auf die Straße gegangen - trotz der von der Regierung verhängten Ausgangssperre: Wieder forderten sie den Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak. Die Polizei versuchte, die Demonstranten auseinanderzutreiben.

Riot police walk past a barricade made of burning tyres during clashes in Cairo

Quelle: REUTERS

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Die Demonstranten errichteten Barrikaden aus brennenden Autoreifen. Augenzeugen zufolge feuerte die Polizei mit Gummigeschossen in die Menge und schlug mit Gummiknüppeln zu. Bei den Auseinandersetzungen sind seit Dienstag mindestens drei Demonstranten und ein Polizist ums Leben gekommen.

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Wieder kam es zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei: Hier bringen Polizisten einen Verletzten Kollegen in Sicherheit. Seit Beginn der Proteste am Dienstag sind bis zu sechs Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Polizist.

A relative of Gharib Abdelaziz Abdellatif cries during his funeral in the port city in Suez

Quelle: REUTERS

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Eine Verwandte eines der Todesopfer der Proteste trauert auf der Beerdigung in der Hafenstadt Suez: Der Demonstrant starb Ärzten zufolge an inneren Blutungen, nachdem ihm die Polizei am Mittwoch in den Bauch geschossen hatte.

Riot police clash with protesters in Cairo

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Am Mittwoch hatten die Demonstranten in sozialen Online-Netzwerken zu einem zweiten Protest-Tag aufgerufen. Da kündigte die Regierung bereits an, man werde mit aller Härte gegen die Proteste vorgehen. Als sich auf dem zentralen Tahrir-Platz etwa 50 Menschen zusammenfanden, schlugen Polizisten sofort zu.

A riot policeman walks past burning tyres placed to form a barricade during clashes with protesters in Cairo

Quelle: REUTERS

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Seit Beginnn der Proteste sind nach Angaben des Innenministeriums bislang 500 Menschen festgenommen worden. Eine unabhängige Vereinigung von Rechtsanwälten sprach sogar von 1200.

Anti-government protesters in at Tahrir Square downtown Cairo

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Ein Sprecher des Innenministeriums sagte: "Es wird niemandem erlaubt, Aufruhr zu schüren, Protestversammlungen abzuhalten oder Demonstrationen zu organisieren. Sollte sich jemand nicht daran halten, dann werden sofort die gesetzlichen Maßnahmen eingeleitet und Ermittlungen gegen die Teilnehmer aufgenommen."

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Quelle: AP

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Bereits in der Nacht auf Mittwoch war es in Kairo und mehreren Provinzstädten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

Protests in Cairo

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Die landesweiten Demonstrationen hatten am Dienstag begonnen. Zehntausende Menschen waren auf die Straße gegangen und riefen: "Brot, Freiheit, Würde" und "Nieder mit Hosni Mubarak". Ihre Proteste richten sich gegen den autoritär regierenden Präsidenten Mubarak, den sie verantwortlich machen für Korruption, Arbeitslosigkeit und Menschenrechtsverletzungen.

Protests in Alexandria

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Seit fast 30 Jahren sind die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Ägypten stark eingeschränkt. Ebenso wie in Tunesien fordern die Menschen in Ägypten die Auflösung des Parlaments, den Aufbau demokratischer Strukturen und bessere Löhne. In diesem Jahr wird ein neuer Präsident in Ägypten gewählt. Unklar ist, ob der 82-jährige Mubarak erneut antritt. Es gibt Spekulationen darüber, dass Mubarak seinen Sohn Gamal an die Macht bringen will. Bei der Parlamentswahl Ende November hatte Mubaraks regierende Nationaldemokratische Partei angeblich 90 Prozent der Stimmen erhalten.

Protests in Cairo

Quelle: dpa

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Etwa die Hälfte der 80 Millionen Einwohner Ägyptens lebt unter der Armutsgrenze von zwei Dollar am Tag. Ähnlich wie in Tunesien wächst die Unzufriedenheit der Bevölkerung angesichts der Armut, Arbeitslosigkeit und Repressionen durch die Regierung.

Protests in Cairo

Quelle: dpa

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Mut gemacht hatte den Menschen in Ägypten denn auch die "Jasmin-Revolution" in Tunesien, die vor wenigen Tagen zum Sturz des Diktators Ben Ali geführt hatte.

Protests in Cairo

Quelle: dpa

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Auch bei den Protesten in Ägpyten spielt das Internet eine wichtige Rolle: Die Demonstranten koordinieren sich über Gruppen in dem sozialen Netzwerk Facebook oder über den Online-Dienst Twitter. Diesen haben die Behörden am Mittwoch blockiert, allerdings finden die Nutzer immer wieder Wege, die Sperre zu  umgehen. Per Facebook und Twitter also mobilisiert die Oppositionsbewegung für die Proteste.

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Bei den ägyptischen Demonstranten handelt es sich um die mehr oder minder säkulare Mittelschicht. Es sind keine bärtigen Fundamentalisten, die auf den Straßen zu sehen sind. Vielmehr protestieren Studenten zusammen mit Beamten und Selbständigen.

Protests in Alexandria

Quelle: dpa

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Mit den Demonstrationen sieht sich Ägyptens Präsident Mubarak mit der größten Protestwelle seit seiner Machtübernahme vor 30 Jahren konfrontiert: Nach Ansicht der EU-Kommission zeigen die regierungskritischen Proteste den Wunsch der Bevölkerung nach einem "politischen Wandel".

© sueddeutsche.de/dpa/ap/rtr/inra/hai
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