Zum fünften Mal innerhalb einer Woche hat sich ein Tibeter aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über die Region selbst verbrannt.
Das jüngste Opfer war am Freitag ein 23-jähriger Mann, der sich auf der Hauptstraße der Ortschaft Amuquhu im Westen des Landes in Brand setzte und starb, wie die Organisation Freies Tibet mitteilte. Laut Augenzeugen hätten Passanten verhindert, dass Sicherheitskräfte seinen Leichnam später wegschafften. Stattdessen hätten sie den Toten zurück in sein Dorf Sertri gebracht.
In dem Gebiet hatten sich zuvor zwei Bauern, ein Hirte und ein weiterer Mann angezündet. Alle erlagen ihren Verletzungen. Seit März vergangenen Jahres haben sich Dutzende Tibeter aus Protest gegen China in Brand gesteckt. Die Polizei in der Region bietet mittlerweile eine Belohnung von umgerechnet etwa 6.000 Euro für Hinweise auf geplante Selbstverbrennungen.
Seit 2009 haben sich rund 60 Tibeter aus Protest gegen Chinas Politik selbst angezündet.