Profil:Cara Delevingne

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Cara Delevingne, derzeit eine der spannendsten Nachwuchsdarstellerinnen des Kinos.

(Foto: Ian Gavan/Getty)

Model - und derzeit im Kino eine der spannendsten Nachwuchsdarstellerinnen.

Von David Steinitz

Als "Albtraum" bezeichnete Model und Schauspielerin Cara Delevingne schon vor längerer Zeit ihren Star-Status, der zwar ihre Karriere befördere, für sie als Privatperson aber unerträglich sei. Diese Anti-Haltung bekamen in der letzten Woche zwei US-Fernsehmoderatoren zu spüren, die die Britin per Live-Schaltung zu ihrem neuen Film "Margos Spuren" interviewten. Die Journalisten stellten ziemlich dumme Fragen, Delevingne gab ziemlich zickige Antworten. Jetzt ist in den sozialen Netzwerken ein Streit entbrannt, wer in dieser Promi-Nummer nun der Buhmann sei: das Mädchen oder die Moderatoren. Unterstützung bekam Delevingne vom Youtube-Star John Green, der die Romanvorlage zu ihrem aktuellen Film geschrieben hat und die Welt via Twitter wissen ließ, dass er ihr Verhalten in der Sendung bewundere.

Von dieser skurrilen Episode abgesehen, muss man aber vor allem festhalten: Cara Delevingne ist derzeit eine der spannendsten Nachwuchsdarstellerinnen des Kinos. Film war schon immer ihre große Leidenschaft, auch wenn sie zunächst als Model arbeitete - entdeckt wurde sie von der Modeagentin Sarah Doukas, die schon Kate Moss berühmt gemacht hat. Auch wenn ihr Markenzeichen - die großen, dunklen Augenbrauen - eine Kritikerin der New York Times kürzlich dazu verleiteten, sie mit Groucho von den Marx Brothers zu vergleichen, sind die natürlich genau der Hingucker, der sie aus der Masse der Einheitsmodels hervorhebt.

Delevingne, geboren 1992 in London, war in Kampagnen für Burberry und Dolce & Gabbana zu sehen, bevor sie 2012 ihren ersten Kinoauftritt hatte: eine kleine Nebenrolle in der Tolstoi-Verfilmung "Anna Karenina", an der Seite von Keira Knightley. Um noch mehr Popularität zu erreichen, trat sie in Musikvideos von gefeierten Künstlern auf, unter anderem im Clip zu Taylor Swifts Song "Bad Blood".

Um sich aber auch künstlerisch Respekt zu verdienen, suchte sie sich für ihre erste große Kinorolle einen kleinen Independent-Film aus: In "Die Augen des Engels" von Michael Winterbottom, der in diesem Frühjahr lief und lose vom Mordprozess gegen Amanda Knox inspiriert ist, war sie als Studentin zu sehen, die Hauptdarsteller Daniel Brühl den Kopf verdreht. Ein aufregender Film über die Mechanismen der Verführung. Nun ist sie seit letzter Woche in "Margos Spuren" zu sehen, einer zärtlichen Coming-of-Age-Geschichte, in der sie wieder die Rolle der geheimnisvollen, unnahbaren Verführerin einnimmt.

Mittlerweile hat Delevingne auch schon vier weitere Filme abgedreht. Die beiden wichtigsten Projekte: Im Herbst ist sie in der Peter-Pan-Neuauflage "Pan" zu sehen - als Meerjungfrau. Und weil auch begabte britische Jungschauspielerinnen sich nicht dem derzeit in Hollywood grassierenden Sog der Superheldenfilme entziehen können, wird sie im nächsten Jahr als Zauberin in der Superschurken-Groteske "Suicide Squad" zu sehen sein.

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