In Schwäbisch-Hall, 60 Kilometer nördlich von Stuttgart, praktiziert der Hausarzt Jan Fedorcak seit Jahren etwas, das Gesundheitsministerin Warken gern deutschlandweit einführen würde: Für die meisten seiner Patientinnen und Patienten ist seine Praxis die erste Adresse für alle Gesundheitsfragen, und er ihr Primärarzt. Das heißt, er behandelt sie selbst oder schickt sie, wenn nötig, zu Fachärzten, ins Krankenhaus oder in die Uniklinik. 90 Prozent seiner Klientel hat sich für das Modell „Hausarztzentrierte Versorgung“ (HZV) entschieden. Anders als Patienten der Regelversorgung können sie nicht einfach einen Termin beim Facharzt vereinbaren, sondern benötigen eine Überweisung von Fedorcak. Das klingt nach Einschränkung, bringe aber viele Vorteile mit sich, erklärt der 42-jährige Hausarzt.
GesundheitswesenWenn der Hausarzt die erste Adresse ist
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Sollten die Deutschen wieder wie früher zuerst zum Allgemeinmediziner gehen – und nicht gleich zum Spezialisten? Gesundheitsministerin Nina Warken wirbt dafür, auch eine neue Studie liefert Argumente. Doch ein Sparmodell ist das Primärarztsystem eher nicht.
Von Rainer Stadler
