Prantls Blick:Gute Lehrer, schlechte Lehrer

Prantls Blick: Gute Lehrkräfte lernen mit und von ihren Schülern. Sie brauchen weniger Verwaltungsaufgaben und mehr Anerkennung.

Gute Lehrkräfte lernen mit und von ihren Schülern. Sie brauchen weniger Verwaltungsaufgaben und mehr Anerkennung.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Absturz und Wiederaufstieg: Wie aus Schulen wieder Lernorte werden - und warum die Digitalisierung eine Lehrkraft nicht ersetzen kann.

Von Heribert Prantl

Es wird zu viel über schlechte und zu wenig über gute Lehrer geredet. Es wird zu viel über digitale Aufrüstung diskutiert und zu wenig über personale Aufstockung. Ein guter Lehrer, eine gute Lehrerin, ist durch nichts zu ersetzen, auch nicht durch die notwendige Digitalisierung der Schule. Der Computer hat keine Persönlichkeit, eine gute Lehrkraft ist eine. Sie interessiert sich nicht nur für die Vermittlung des Lernstoffs, sondern auch für die Sorgen und Ängste der Kinder, weil sie weiß: Lernen braucht Vertrauen. Gute Lehrkräfte sind den Kindern und Jugendlichen auch schuldig, Leistung von ihnen zu verlangen. Das ist nicht gerade bequem. Aber darin, beides zusammenzubringen - darin besteht die Kunst. Gute Lehrkräfte sind Künstler, sie müssen aber auch gute Handwerker sein.

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