Prantls Blick:Gott soll um Verzeihung bitten

Prantls Blick: Am 20. Dezember 1963 wird der erste Auschwitz-Prozess im Plenarsaal der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung eröffnet, hier die Reihe der Angeklagten mit ihren Verteidigern und wachhabenden Polizisten.

Am 20. Dezember 1963 wird der erste Auschwitz-Prozess im Plenarsaal der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung eröffnet, hier die Reihe der Angeklagten mit ihren Verteidigern und wachhabenden Polizisten.

(Foto: Roland Witschel/dpa)

Vor sechzig Jahren begann der Auschwitz-Prozess. Es war dies, zwanzig Monate lang, ein Blick in die Hölle auf Erden.

Von Heribert Prantl

Vor sechzig Jahren, kurz vor Weihnachten, begann ein Strafprozess, wie es bis dahin keinen gegeben hatte. Der Auschwitz-Prozess war ein Blick auf die und in die NS-Mordmaschinerie, es war ein Blick in die Hölle. An der Wand hinter der Richterbank hing ein Lageplan der Vernichtungsfabrik. 1,2 Millionen Menschen waren dort vergast, vergiftet, erschossen und erschlagen worden. Das Urteil umfasst in der Druckfassung vierhundert Seiten.

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