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Porträtfotos aus Karlsruhe:Menschen auf der Flucht

Da ist Tamim aus Syrien, da sind die Teenager-Brüder Bujar und Alberto aus Montenegro oder der Bosnier Ado mit Frau und Sohn: Fotograf Martin Gommel porträtiert Flüchtlinge in Karlsruhe - und erzählt die Geschichte seiner Begegnung mit ihnen.

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Flüchtlinge

Quelle: Martin Gommel

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Das sind Bujar und Alberto aus Montenegro. Sie sind 12 und 14 Jahre alt und waren seit knapp einem Monat in Deutschland, als Martin Gommel ihnen begegnete. Da sie kaum deutsch sprachen, verständigte sich der Karlsruher Fotograf mit ihnen über eine Übersetzungs-App. Die Jungen erzählten, dass sie in ihrem Heimatland Hunger gelitten hätten und deshalb nach Deutschland gekommen seien.

Dieses und andere Flüchtlingsporträts veröffentlicht Gommel auf seinem Tumblr. Die Serie ist noch nicht abgeschlossen und wird immer wieder erweitert. Mehr zu seinen Beweggründen für das Projekt Im Interview mit SZ.de.

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Quelle: Martin Gommel

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Tamim aus Syrien war gerade erst an dem Morgen in Karlsruhe angekommen, als der Gommel ihn traf. Tamim berichtete, dass seine Familie in einer Gegend lebe, die vom Militär umzingelt sei - und dass sie deshalb nicht herauskommen könne. Er vermisse sie sehr.

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Quelle: Martin Gommel

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Der Bosnier Ado, hier mit seinem Sohn und seiner Frau, waren gerade auf dem Weg von Karlsruhe nach Dortmund, als Gommel dieses Foto machte.

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Quelle: Martin Gommel

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Yusef aus Togo begleitete gerade einen anderen Flüchtling zum Bahnhof, als Gommel ihm begegnete. "Wenn ich anderen Menschen helfe, wird Gott mir helfen", sagte er dem Fotografen. Gommel schreibt, dass Yusef erschöpft wirkte - doch dass sein Glaube ihm wenigstens ein bisschen Stärke und Widerstandskraft zu geben schien.

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Quelle: Martin Gommel

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Ilia und Bia aus Albanien. Sie seien sehr zurückhaltend gewesen, hätten aber kein Problem damit gehabt, sich fotografieren zu lassen, berichtet Gommel.

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Quelle: Martin Gommel

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Kheri aus dem Irak ist Jeside und war einer der ersten Flüchtlinge, die Gommel fotografierte. Er wirkte auf den Fotografen sehr freundlich, aber auch sehr traurig. Kheri lebt bereits seit einigen Jahren in Deutschland. Zur Flüchtlingsstelle in Karlsruhe kam er, um seinen Vater abzuholen, der am gleichen Tag dort angekommen war.

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Quelle: Martin Gommel

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Suad aus der Republik Mazedonien kam mit seiner Frau und seiner einjährigen Tochter nach Deutschland. Gommel schreibt, dass der 21-Jährige sehr offen gewesen sei. "Er hatte viel Humor, war sehr froh, hier zu sein und beeindruckte mich enorm", schreibt der Fotograf. Er beneide ihn um seine Ruhe und seine Stärke.

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Quelle: Martin Gommel

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Muhammad und sein jüngerer Bruder aus Somalia: Sie waren gerade erst ein paar Tage in Deutschland, als Gommel ihnen kurz vor Weihnachten begegnete. Beide wirkten sehr froh, hier zu sein, berichtet er. Diese Freude habe sich ohne Umwege übertragen, wenn auch die Verständigung mit Worten schwierig gewesen sei.

© Süddeutsche.de/gal/ghe
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