Michael Butter ist ein gefragter Mann. Der Amerikanist leitet an der Uni Tübingen ein internationales Forschungsprojekt über Verschwörungstheorien und stellt gerade sein Sachbuch zum Thema vor. Butter nennt drei Grundannahmen als Bedingung für eine Verschwörungstheorie: 1.) Nichts geschieht durch Zufall. 2.) Nichts ist, wie es scheint. 3.) Alles ist miteinander verbunden. Am Morgen nach seinem Vortrag im Amerikahaus München hat der 40-Jährige Zeit für ein Gespräch, bevor er zu einer Tagung mit Verfassungsschützern im bayerischen Innenministerium eilt.
Populismus:"Vor allem Männer über 40 posten viel über Verschwörungstheorien"
"Nicht jeder, der 'Merkel muss weg' ruft, glaubt an Verschwörungstheorien", sagt Butter, aber Populismus und Verschwörungstheorien haben strukturelle Ähnlichkeiten. Foto von einer Demo 2016 in Dresden
(Foto: dpa)Sie ordnen die Welt in Gut und Böse, benennen angeblich Schuldige und vermitteln Optimismus: Der Amerikanist Michael Butter erklärt, wieso Verschwörungstheorien und Populismus so gut zusammen passen.
Interview von Matthias Kolb
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