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Debatte um Polizeigewalt:Wer ist Freund, wer ist Helfer?

Pegida-Kundgebung in Dresden

Die deutsche Debatte über Polizeigewalt und den Umgang mit Minderheiten wird, leider in nicht untypischer Weise, sehr polarisiert geführt.

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa)

Für die Einen ist die Polizei nur Feinbild, für die Anderen einzig Opfer von Anfeindungen: Es ist dringend nötig, die Debatte über Polizeigewalt gemeinsam zu führen, statt stur immer denselben Standpunkt zu vertreten.

Von Joachim Käppner

Schafft die Polizei einfach ab!" Was die Bürgerrechtsaktivistin Mariame Kaba in der New York Times schrieb, war gewiss kein praktikabler Vorschlag, aber ein Aufschrei des Herzens. Das Video vom entsetzlichen Sterben des schwarzen US-Bürgers George Floyd unter dem Knie eines weißen Uniformierten ist zum Symbol für den Rassismus in Polizei und Gesellschaft Amerikas geworden. Wenn Teile der Bevölkerung die eigene Polizei nicht als Schutz, sondern wie im Südafrika der Apartheid als Bedrohung wahrnehmen, dann gerät die Demokratie selbst in Gefahr.

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