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Politik:Lernt, was ihr lernen wollt

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

In der "Halle der Namen" in Yad Vashem werden stellvertretend für die mehr als sechs Millionen ermordeten Juden Europas circa 600 Fotos und Kurzbeschreibungen gezeigt. Symbolische Grabsteine, gegen das Vergessen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fast jeder Staatsgast in Israel geht nach Yad Vashem, in die Holocaust-Gedenkstätte. Auch Rechtsextreme oder Hitlerverehrer. Jetzt kommt Jair Bolsonaro. Und ja, das muss sein.

Yehuda Bauer ist schnell: Egal, ob es eine E-Mail ist, eine Frage, noch gar nicht ausgesprochen, er antwortet sofort. Er ist 92 Jahre alt, in ein paar Tagen wird er 93, na und, sein Smartphone hat er immer bei sich. Seit mehr als 60 Jahren beschäftigt er sich mit dem Holocaust, der systematischen Vernichtung der Juden durch die Nazis. Es gibt noch so viel, was zu sagen ist, was er aufschreiben muss: Er hält Vorträge, geht in Schulen, schreibt Kolumnen für die linksliberale Haaretz. Er arbeitet sich ab.

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