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Politik kompakt:Verteidiger beteuern Mubaraks Unschuld

Gerichtstermin in Kairo: Im Prozess gegen Hosni Mubarak bezeichneten ihn seine Verteidiger als unschuldig - er sei ein Opfer böswilliger Anschuldigungen. Der ehemalige ägyptische Machthaber erschien im Rollstuhl, vor dem Gebäude protesierten Hunderte Menschen gegen ihren Ex-Präsidenten.

Im Prozess gegen den früheren ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak haben die Plädoyers der Verteidiger begonnen. Das bestätigte ein Anwalt, der an dem hinter verschlossenen Türen stattfindenden Prozess teilnimmt. Die Verteidiger des Ex-Machthabers beteuerten seine Unschuld. Mubarak sei ein "sauberer" Staatschef gewesen, der unermüdlich für das Wohl seines Landes gearbeitet habe, jetzt aber Opfer böswilliger Anschuldigungen geworden sei, sagte einer der Anwälte.

Ein Mann protestiert vor dem Gericht gegen Ägyptens Ex-Präsident Hosni Mubarak.

(Foto: AP)

Mubarak sei diesmal in einem Rollstuhl zum Prozess erschienen, hieß es. Bislang hatte der gesundheitlich angeschlagene 83-Jährige dem Prozess, der im August begonnen hatte, stets liegend beigewohnt. Zu dem Gerichtstermin am Dienstag erschienen auch seine ebenfalls angeklagten Söhne Gamal und Alaa.

Dem Ex-Präsidenten wird die Beteiligung an der Tötung von Hunderten Demonstranten während der Proteste im Februar vergangenen Jahres vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hatte die Todesstrafe gefordert. Vor dem Gerichtssaal protestierten erneut Hunderte von Angehörigen getöteter Demonstranten.

(dpa/dapd)

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