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Politik kompakt:Obama setzt Nationalgarde an Grenze zu Mexiko ein

Im Kampf gegen Drogenschmuggel und illegale Einwanderung an der Grenze zu Mexiko will US-Präsident Barack Obama die Nationalgarde mobilisieren. Bis zu 1200 Soldaten der militärischen Reservetruppe sollen entlang der etwa 3000 Kilometer langen Grenze eingesetzt werden, wie am Dienstag aus Washingtoner Regierungskreisen verlautete. Die mexikanische Regierung begrüßte die Entscheidung. Die Nationalgarde werde für "Überwachungs- und Aufklärungsmissionen" an der Grenze zum südlichen Nachbarland der USA eingesetzt, sagte ein ranghoher Regierungsvertreter in Washington. Gemeinsam mit der Grenzpolizei sollen die Soldaten demnach den Schmuggel von Waffen, Drogen und Geld unterbinden sowie gegen illegale Einwanderung vorgehen. Außerdem will die US-Regierung den Angaben zufolge 500 Millionen Dollar (407 Millionen Euro) für den Ausbau der Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze bereitstellen. Das mexikanische Außenministerium teilte mit, es vertraue darauf, dass die Nationalgarde den Kampf gegen die organisierte Kriminalität an der Grenze verstärken werde. Zugleich forderte Mexiko, dass die zusätzlichen Truppen nicht direkt zur Kontrolle illegaler Einwanderer eingesetzt würden.

(AFP)

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Mittwoch erneut Ziele im Gazastreifen angegriffen. Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte wurden bei einem Angriff auf Beit Hanun im Norden zwei Menschen verletzt, ein 15-jähriger Junge schwer. Bei einem zweiten Angriff in Rafah im Süden habe es keine Verletzen gegeben. Die israelische Armee bestätigte die Angriffe. Am Dienstag hatten radikale Palästinenser aus dem Gazastreifen zwei Granaten auf den Süden Israels abgefeuert. Das Palästinensergebiet wird seit der Machtübernahme der radikalislamischen Hamas im Sommer 2007 von Israel abgeriegelt.

(AFP)