Politik kompakt Turkmenischer Präsident mit fast 100 Prozent wiedergewählt

In der autoritär geführten, ehemaligen Sowjetrepublik ist Präsident Berdymuchammedow mit 97 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hatte erst gar keine Wahlbeobachter in das Land geschickt.

Die Präsidentenwahl in der ehemaligen Sowjetrepublik Turkmenistan hat der autoritäre Amtsinhaber Berdymuchammedow mit fast 100 Prozent gewonnen. Internationale Experten nannten die Abstimmung in dem zentralasiatischen Land eine Farce.

Staatschef Gurbanguly Berdymuchammedow wurde von den Turkmenen für eine weitere Amtszeit gewählt.

(Foto: dpa)

Der 54-Jährige habe bei der Präsidentenwahl 97,14 Prozent der Stimmen erhalten, teilte das Zentrale Wahlkomitee der Ex-Sowjetrepublik nach Angaben von Staatsmedien in der Hauptstadt Aschchabad mit. Außer dem Amtsinhaber hatten sieben regierungsnahe Bewerber kandidiert. Vor fünf Jahren waren Berdymuchammedow lediglich 89,23 Prozent der Stimmen zugesprochen worden.

Wahlen in dem extrem gasreichen Wüstenstaat in Zentralasien gelten als unfrei und unfair. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) schickte keine Wahlbeobachter zu der Abstimmung am Sonntag. Es gebe keine anderen politischen Kräfte außer der Präsidentenpartei sowie keinen Respekt vor fundamentalen Menschenrechten und persönlichen Freiheiten, kritisierte die OSZE.

Berdymuchammedow ist auch Regierungschef und oberster Befehlshaber. Menschenrechtler beklagen, dass westliche Staaten im Kampf um die immensen Rohstoffreserven die Führung in Aschchabad kaum kritisieren. Turkmenistan mit seinen etwa 6,7 Millionen Einwohnern hat nach Schätzungen die vierthöchsten Erdgasreserven der Welt. Die Wahlbeteiligung unter den knapp drei Millionen Stimmberechtigten lag nach offiziellen Angaben bei mehr als 96 Prozent.

(dpa)

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