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Politik kompakt:Südkorea fürchtet neuen Angriff aus dem Norden

Südkorea rechnet mit einem neuen Angriff aus Pjöngjang und plant bereits das nächste Militärmanöver. Kurzmeldungen im Überblick.

Der südkoreanische Geheimdienst rechnet einer Agenturmeldung zufolge mit einem weiteren Angriff aus Nordkorea. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Norden erneut angreifen wird", sagte Geheimdienstchef Won Sei Hoon am Mittwoch bei einer Anhörung im Parlament der Agentur Yonhap zufolge. Mit den Militärangriffen wolle die Führung in Pjöngjang von ihren innenpolitischen Problemen ablenken. Als Beispiele führte er "interne Kritik an der Nachfolgeregelung" sowie die schlechtere wirtschaftliche Lage Nordkoreas an. In der vergangenen Woche hatten sich die Spannungen in der Region dramatisch verschärft, nachdem Nordkorea eine südkoreanische Insel unter Beschuss genommen hatte.

Um Entschlossenheit zu demonstrieren, wollen die USA und Südkorea schon bald eine weitere Militärübung vor der koreanischen Halbinsel abhalten.

(Foto: AP)

Nach dem Artillerieangriff blockiert China nach Angaben von Diplomaten im UN-Sicherheitsrat jede Aktion gegen Pjöngjang. Das Zerwürfnis gehe inzwischen so weit, dass am Dienstag nicht einmal mehr die bisherigen täglichen Gespräche über das Thema stattfanden. Es seien auch keine weiteren offiziellen oder inoffiziellen Kontakte geplant. China ist eines der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und kann damit gegen jede geplante Resolution sein Veto einlegen.

Um Entschlossenheit zu demonstrieren, wollen die USA und Südkorea schon bald eine weitere Militärübung vor der koreanischen Halbinsel abhalten. Dies kündigte am Mittwoch ein Sprecher des südkoreanischen Generalstabs in Seoul an. Als Zeitraum werde noch dieser Monat oder Anfang kommenden Jahres diskutiert. Die Ankündigung erfolgte am letzten Tag eines großangelegtes Marinemanövers von USA und Südkorea im Gelben Meer. Die US-Regierung hatte im Vorfeld klar gemacht, dass die Übung der Abschreckung dienen solle. Dies ist offenbar auch Ziel des nun angekündigten weiteren Manövers.

(AFP/Reuters)

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