Politik kompakt Mitgliederschwund bei der Linken

4388 weniger: Erstmals seit der Parteigründung schrumpft die Linke. Die Geschäftsführer sprechen dennoch von einer "insgesamt positiven Entwicklung".

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Erstmals seit der Parteigründung 2007 schrumpft die Linke. Im vergangenen Jahr sank die Mitgliederzahl um 4388 auf 73.658, wie die Geschäftsführer Werner Dreibus und Caren Lay am Dienstag mitteilten.

Die Linke hat innerhalb eines Jahres rund 4.400 Mitglieder verloren.

(Foto: dpa)

Für den Rückgang machten sie "demografische Ursachen" und die Streichung von Karteileichen aus den Mitgliederdateien verantwortlich. Angesichts von rund 5000 Neuzugängen sprachen die Geschäftsführer dennoch von einer "insgesamt positiven Entwicklung".

Die Linke war Mitte 2007 aus der ostdeutschen Linkspartei.PDS und der westdeutschen WASG hervorgegangen. Wenige Wochen nach Gründung hatte die Partei rund 71.000 Mitglieder. Bis Ende 2009 stieg die Mitgliederzahl auf 78.046.

Im vergangenen Jahr hatte es in der Partei Ärger um Karteileichen in den Mitgliederdateien westdeutscher Landesverbände gegeben. Säumige Zahler wurden daraufhin gestrichen, die Bereinigung ist inzwischen abgeschlossen. "Aktuell kommen alle Mitglieder ihrer Beitragspflicht nach", erklärten Lay und Dreibus. Die Geschäftsführer kündigten an, die Mitgliederwerbung zu verstärken.

(dpa)

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