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Politik kompakt:Pentagon warnt Wikileaks

Das US-Verteidigungsministerium sieht in der Publikation von geheimen Afghanistan-Dokumenten eine Gefahr für Menschenleben. Neue Enthüllungen seien "verantwortungslos".

Kurzmeldungen im Überblick.

Das US-Verteidigungsministerium hat die Enthüllungsplattform Wikileaks vor der Veröffentlichung weiterer Dokumente über den Krieg in Afghanistan gewarnt. Pentagon-Sprecher Geoff Morell sprach nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN von einem "Fehler", der bereits zu viele Menschenleben in Gefahr gebracht habe. Das einzig verantwortliche Vorgehen für Wikileaks sei es, "alle gestohlenen Dokumente von ihrer Webseite zu entfernen und alles geheime Material aus ihren Computern zu löschen". Die Publizierung weiterer Geheimpapiere wäre eine "Verantwortungslosigkeit".

Wikileaks.org, AFP

Eine "Veranwortlungslosigkeit": Das Pentagon hat die Betreiber der Enthüllungsplattform Wikileaks vor der Veröffentlichung weiterer Geheimdokumente gewarnt.

(Foto: AFP)

Der Chef der Webseite, Julian Assange, hatte angekündigt, Wikileaks wolle demnächst rund 15.000 weitere Dokumente veröffentlichen. Man sei etwa durch die Hälfte dieser Papiere durch, sagte er. Einen Zeitpunkt für die Publizierung nannte Assange nicht.

Wikileaks hatte Ende Juli mehr als 76.000 Seiten geheimer Kriegsaufzeichnungen aus Afghanistan veröffentlicht. Das Pentagon leitete Ermittlungen ein, um herauszufinden, wer der Enthüllungsplattform die Dokumente zugespielt hat.

Bei SPD und Grünen formiert sich massiver Widerstand gegen das von der Koalition unterstützte Fondsmodell der Atomindustrie, CDU-Generalsekretär Gröhe unterstützt Steinbachs Pläne für einen nationalen Vertriebenen-Gedenktag und der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes Kirsch fordert ein milliardenschweres "Attraktivitätsprogramm" für Soldaten: Lesen Sie auf den nächsten Seiten weitere Kurzmeldungen.

(dpa)

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