Politik kompakt:China weist Spionagevorwürfe zurück

China hat Berichte zurückgewiesen, wonach Pakistan ihm Zugang zu einem Tarnkappen-Hubschrauber der USA verschafft haben soll. Entsprechende Medienberichte seien "unbegründet und absurd", erklärte das Verteidigungsministerium in Peking in einer ersten Stellungnahme am späten Dienstagabend.

Der Helikopter wurde von einer US-Spezialeinheit nach ihrem Einsatz gegen Al-Qaida-Chef Osama bin Laden in Pakistan zurückgelassen. Die Zeitung Financial Times hatte am Sonntag berichtet, Pakistan habe chinesischen Militäringenieuren erlaubt, den Hubschrauber zu fotografieren und Teile zu entnehmen. Erst anschließend sei der Hubschrauber, der aufgrund einer neuen Tarnkappen-Technologie von Radargeräten nicht entdeckt werden kann, den USA zurückgegeben worden.

In Washington wird vermutet, dass es sich um einen Racheakt Pakistans für die Tötung Bin Ladens auf pakistanischem Boden Anfang Mai handeln könnte. Pakistan hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Islamabad wisse, dass die USA das Gelände und das Wrack des bei der Landung abgestürzten Hubschraubers nach der Militäraktion rund um die Uhr überwacht hätten. Washington wisse daher, ob ausländische Technikexperten es untersucht hätten.

US-Spezialkräfte hatten das Wrack des abgestürzten Hubschraubers nach der Tötung Bin Ladens gesprengt, der Heckrotor blieb aber unzerstört. Pakistan gab die Überreste später an die USA zurück.

(dpa/dapd)

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