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Politik kompakt:Erdogan kündigt hartes Vorgehen gegen PKK an

Ein neuer Angriff kurdischer Rebellen zwingt die türkische Regierung zur Reaktion. Nach dem Fastenmonat Ramadan soll es eine neue Offensive gegen kurdische Kämpfer geben. Eine politische Lösung des Konflikts rückt in weite Ferne.

im Überblick

Im türkischen Kurdenkonflikt eskaliert die Gewalt: Bei einem schweren Angriff auf einen Militärkonvoi haben Bewaffnete im Südosten der Türkei erneut elf türkische Soldaten und einen sogenannten Dorfschützer getötet. Die Angreifer aus den Reihen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK hätten mehrere Minen gelegt und den Konvoi nach den Explosionen beschossen, teilten türkische Behörden mit.

Der türkische Premier Erdogan hat nach den tödlichen Anschlägen gegen Soldaten ein hartes Vorgehen gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK angekündigt.

(Foto: AFP)

In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Anschläge der PKK auf türkische Soldaten gegeben. Nach Zählung des türkischen Nachrichtensenders NTV sind innerhalb eines Monats mehr als 30 türkische Soldaten von der PKK getötet worden.

Erdogan hatte vor einigen Tagen für die Zeit nach dem Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan am 30. August einen verschärften Kampf gegen die kurdischen Rebellen angekündigt. Am Mittwoch sagte er nun, Ankara werde nicht mehr warten. Auch jene, die sich nicht vom Terror distanzierten, würden einen "Preis zahlen", sagte er in Anspielung auf die Kurdenpartei BDP, die von den Behörden als verlängerter Arm der verbotenen PKK betrachtet wird.

Einzelheiten der von Erdogan angekündigten Offensive im Kampf gegen die PKK sind nicht bekannt. Erwartet wird unter anderem ein verstärkter Einsatz von Berufssoldaten und Elitetruppen der Polizei in Kampfgebieten. Von der "kurdischen Öffnung", mit der Erdogans Regierung der Volksgruppe mehr demokratische Rechte versprochen hat, ist kaum noch die Rede.

(dpa/AFP)

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