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Politik kompakt:Ökumene durch Skandale gestärkt

Katrin Göring-Eckardt, Präses der EKD-Synode, kann den Missbrauchsskandalen Positives abgewinnen. Die CSU stänkert gegen die Kanzlerin. Kurzmeldungen im Überblick.

Katrin Göring-Eckardt, Vorstandsmitglied des am Mittwoch beginnenden Deutschen Ökumenischen Kirchentages, sieht die Ökumene nach den Skandalen um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen in der Kirche gestärkt. Die Vertreter der Kirchen hätten in den vergangenen Monaten viel miteinander gesprochen, sagte sie zum Auftakt des Kirchentags im Deutschlandfunk. Dies habe mehr Vertrauen geschaffen. Göring-Eckardt, Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland, sprach von einem wichtigen Schritt für die Ökumene.

Katrin Göring-Eckardt, AP

Hofft, dass der Ökumenische Kirchentag für alle Teilnehmer ein "Aufatmen" ermöglicht: ÖKT-Vorstandsmitglied und EKD-Präses Katrin Göring-Eckardt.

(Foto: Foto: AP)

Neben den Missbrauchsfällen soll der zweite Ökumenische Kirchentag in München nach Angaben Göring-Eckardts auch viele weitere Fragen behandeln, die Christen bewegen, darunter die Finanzkrise. Ohne die schwierigen Themen zu umgehen, solle der Kirchentag für alle Teilnehmer auch ein "Aufatmen" ermöglichen.